STAATSRECHNUNG: 87 Mio. besser als budgetiert abgeschlossen

Der Regierungsrat hat die Staatsrechnung 2008 zuhanden des Kantonsrates verabschiedet. Die Staatsrechnung 2008 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 28 Mio. Franken ab.

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Finanzdirektor Georg Hess. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Finanzdirektor Georg Hess. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Die Laufende Rechnung weist einen Ertragsüberschuss von 28 Mio. Franken aus. Mit diesem Ertragsüberschuss schliesst die Rechnung um 87 Mio. besser ab als im Voranschlag 2008 budgetiert, wie das Finanzdepartements des Kantons Schwyz mitteilt. Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen in der Höhe von 21.7 Mio. aus. Das Eigenkapital steigt auf 620 Mio. Franken. Darin enthalten ist der ausserordentliche Ertrag aus dem Verkauf der überschüssigen Goldreserven der Nationalbank in Höhe von 188 Mio. Franken.

Wegen NFA vorsichtig budgetiert
Die Staatsrechnung 2008 ist der erste Jahresabschluss nach Einführung der Neugestaltung der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen NFA. Diese prägt die Staatsrechnung vor allem auf der Aufwandseite. Für den Voranschlag 2008 konnte der Bund den Kantonen keine oder nur vage Budgetvorgaben zur Verfügung stellen. Zusätzlich fehlten für die neuen kantonalen Aufgaben schlicht die Erfahrungswerte. Diese Ausgangslage habe zu einer eher vorsichtigen Budgetierung geführt, wie es weiter heisst. Sowohl beim Personal- als auch beim Sachaufwand wurden die budgetierten Mittel nicht vollständig beansprucht. Auch der Aufwand für die Prämienverbilligungen war deutlich tiefer, da der Kantonsrat den im Voranschlag 2008 vorgesehenen Selbstbehalt von 10 Prozent auf 11 Prozent korrigiert hatte.

Auf der Ertragsseite gingen vor allem deutlich mehr Nachträge sowie Grundstückgewinnsteuern ein. Zudem hat die Schwyzer Kantonalbank auch 2008 wieder Dotationskapital von 30 Mio. Franken zurückbezahlt. Der Ertrag bei den Einkommens- und Vermögenssteuern sowie den Ertrags- und Kapitalsteuern fiel tiefer aus als budgetiert. Das sei darauf zurückzuführen, dass der Kantonsrat bei der Budgetbesprechung den Steuerfuss von 130% auf 120% der einfachen Steuer reduziert hatte.

Georg Hess ist zufrieden
Dank dem hohen Eigenkapital verfüge der Kanton über eine hohe Liquidität. Die flüssigen Mittel würden laufend in Form von Festgeldanlagen am Kapitalmarkt angelegt. Die höheren Zinsen konnten gewinnbringend genutzt werden. Die Vermögenserträge steigen gegenüber dem Vorjahr deutlich um 11.2 Mio. Franken bzw. 14%. Dies zeige, dass sich die konservative Anlagestrategie gerade in Zeiten der Finanzmarktkrise bewähre, wie es weiter heisst. Der Kanton musste zudem keine ausserordentlichen Abschreibungen von Kapitalmarktanlagen verbuchen. Finanzdirektor Georg Hess zur Staatsrechnung 2008: «Dank dem positiven Ergebnis der Staatsrechnung 2008 ist der Kanton in einer guten Ausgangslage, um die Herausforderungen der Finanzmarktkrise anzugehen.»

scd