Stabile Sozialhilfequoten in der Zentralschweiz

In der Zentralschweiz sind 2011 zwischen 0,9 Prozent der Bevölkerung (Nidwalden) und 2,0 Prozent (Luzern) mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstützt worden. Gestiegen ist die Sozialhilfequote einzig in Obwalden.

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Junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sind häufiger auf Sozialhilfe angewiesen als andere Altersgruppen (Symbolbild Keystone).

Junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren sind häufiger auf Sozialhilfe angewiesen als andere Altersgruppen (Symbolbild Keystone).

Lustat Statistik Luzern veröffentlichte am Mittwoch die Sozialhilfestatistik 2011 für die Zentralschweizer Kantone. Trotz unterschiedlicher Quoten gibt es Gemeinsamkeiten: Wer mit seinen Kindern allein lebt oder nicht gut ausgebildet ist, ist überdurchschnittlich oft auf Sozialhilfe angewiesen.

12'767 Personen beziehen Sozialhilfe

2011 bezogen in der Zentralschweiz 12'767 Menschen Sozialhilfe, 86 weniger als 2010. Davon lebten 7706 (2010: 7761) im Kanton Luzern. Die Sozialhilfequote ging dort von 2,1 auf 2,0 Prozent zurück. 2005 hatten noch 2,6 Prozent der ständigen Luzerner Wohnbevölkerung Sozialhilfe erhalten. Im Kanton Schwyz nahm die Zahl der Bezüger zwar leicht von 2065 auf 2093 zu, die Quote blieb aber unverändert bei 1,4 Prozent. Wie in Luzern ist auch in Schwyz die Quote in den letzten Jahren gesunken. In Zug waren 1803 (2010: 1881) Menschen Sozialhilfebezüger. Die Quote verringerte sich von 1,7 auf 1,6 Prozent. Auch Zug verzeichnete über die letzten Jahre eine Abnahme.

Zunahme der Quote in Obwalden

In Uri, Ob- und Nidwalden sind zwischen 370 (Nidwalden) und 412 (Obwalden) Personen sozialhilfeabhängig. In Uri verharrte die Quote bei 1,1 Prozent, in Nidwalden sank sie von 1,0 auf 0,9 Prozent. In Obwalden wurde dagegen ein Zunahme von 1,0 auf 1,2 Prozent registriert.

Im Kanton Luzern waren im letzten Jahr 15,6 Prozente aller Haushalte von Alleinerziehenden auf Sozialhilfeleistungen angewiesen. In Obwalden waren es 12,6 Prozent, in Schwyz 10,4 Prozent und in Zug 9,2 Prozent. Uri und Nidwalden weisen mit 8,4 respektive 8,2 Prozent die tiefsten Werte auf.

Je nach Kanton hatten rund 40 bis 60 Prozent der unterstützten Erwachsenen keine nachobligatorische Ausbildung. Unter den ausländischen Staatsangehörigen ist dieser Anteil grösser als unter den Schweizern.

sda

Hinweis:
Die Erhebungen zur Schweizerischen Sozialhilfestatik im Detail zu den einzelnen Kantonen auf www.lustat.ch