Grossveranstaltung
Ueli Maurer und Guy Parmelin kommen nach Luzern

Die SVP-Bundesräte Ueli Maurer und Guy Parmelin sowie etwa 40 Nationalratsmitglieder mischen sich am Freitag auf dem Kapellplatz unters Volk. Organisator des Anlasses ist Dieter Haller, Präsident der SVP Stadt Luzern.

Lukas Nussbaumer
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Ueli Maurer und Guy Parmelin nahmen vor vier Jahren an der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz in Unterägeri teil – und sie sind am Freitag und Samstag auch in Luzern dabei.

Ueli Maurer und Guy Parmelin nahmen vor vier Jahren an der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz in Unterägeri teil – und sie sind am Freitag und Samstag auch in Luzern dabei.

Bild: Alexandra Wey/Keystone (25. August 2018)

Die SVP des Kantons Luzern feiert heuer ihr 30-jähriges Bestehen – und erhält am 21. und 22. Oktober hohen Besuch von der Mutterpartei. Die Bundesräte Ueli Maurer und Guy Parmelin stehen der Bevölkerung am Freitag zwischen 17.15 und 19.30 Uhr auf dem Kapellplatz in der Stadt Luzern für Fragen zur Verfügung. Auch wer Durst und Hunger hat, wird bedient: Mineralwasser, Bier, Weisswein und verschiedene Grilladen sind gratis. Ebenfalls unters Volk mischen werden sich etwa 40 Nationalratsmitglieder, darunter Magdalena Martullo-Blocher, Thomas Aeschi und Franz Grüter. Vor Ort sind zudem die Spitzen der Luzerner Kantonal- und Stadtpartei, Angela Lüthold und Dieter Haller.

Haller ist OK-Präsident des Anlasses, der am Samstag mit der Delegiertenversammlung der SVP Schweiz fortgeführt wird. Dann treffen sich in der Schulanlage Staffeln etwa 400 Delegierte und 70 bis 80 Gäste. Haller politisiert seit 2015 im Kantonsrat, übernahm 2018 das Präsidium der städtischen SVP und wurde vor einem Jahr Vizepräsident der Kantonalpartei. Der 48-jährige Unternehmer kandidiert im Frühjahr 2023 erneut für das Kantonsparlament und sagt im Gespräch, was der Grossanlass für seine Partei bedeutet.

Haben Sie sich um die Delegiertenversammlung beworben oder wurden Sie von der Mutterpartei angefragt?

Dieter Haller

Dieter Haller

Bild: PD

Dieter Haller: Ich habe mich vor einem Jahr darum bemüht. Schliesslich feiern wir heuer unser 30-Jähriges, und im kommenden Jahr sind kantonale und eidgenössische Wahlen. Dass Luzern jetzt der optimale Platz für eine Delegiertenversammlung ist, hat der Zentrale in Bern eingeleuchtet.

Sie schreiben in der Einladung, die links-grüne Politik in Bern sei «von blinder Ideologie geprägt und verrät die Werte, die die Schweiz ausmachen». Das ist starker Tabak.

Das sind harte Worte, aber ich stehe dazu, weil sie den Tatsachen entsprechen. Wir könnten mit der aktuellen Strom- und Energiekrise entspannter umgehen, wenn man auf die SVP gehört hätte.

Die «Energiestrategie 2050» ist aber nicht allein links-grün zu verdanken, sondern wurde wesentlich von der Mitte und der FDP mitgetragen. Sie greifen also auch diese Parteien an.

Natürlich. Vor allem bei der FDP konnte man sich fragen, ob ihre Haltung noch liberal war. Mit Thierry Burkart hat die FDP jetzt aber zum Glück einen Präsidenten, der die Sicht der Wirtschaft wieder stärker gewichtet.

Für Ihre Partei kommt die Energiekrise im beginnenden Wahlkampf ganz gelegen.

Dass uns das Thema helfen kann, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wir bewirtschaften jetzt nicht einfach ein Themenfeld, sondern suchen Lösungen für unser Land. Ausserdem haben wir schon vor Jahren davor gewarnt, dass der Ausstieg aus der Kernkraft und der Ersatz durch Windräder und Solaranlagen nicht funktionieren kann.

Die SVP der Stadt Luzern verlor 2019 eines ihrer vier Kantonsratsmandate. Gewinnen Sie dieses im Frühjahr zurück?

Das ist unser klares Wahlziel. Wir haben aus den Fehlern bei den letzten kantonalen und auch bei den städtischen Wahlen 2020 gelernt.