Kommentar
Ersatz fürs Bahnhofparking: Stadt muss Wort halten

Mit dem Projekt «Stadtpassage» bietet sich die Chance, die wegfallenden 377 Parkplätze beim Bahnhof zu kompensieren.

Robert Knobel
Robert Knobel
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Es ist fast zu schön, um wahr zu sein: Die Stadt Luzern einigt sich auf ein Infrastrukturprojekt zur Lösung des Carproblems. Die «Stadtpassage», eine unterirdische Fussgängerverbindung zwischen der Altstadt und dem Parkhaus des Luzerner Kantonsspitals (Luks), soll nicht nur der Erschliessung des Spitals dienen. Sondern auch den Touristinnen und Touristen, die im Luks-Parking aus dem Car steigen und wenige Minuten später mitten in der Altstadt stehen. 2030 könnte dies Realität sein.

Auch wenn das Projekt erst noch konkretisiert werden muss, wurde mit der Zustimmung des Stadtparlaments am Donnerstag ein fast schon historischer Schritt getan: Endlich bewegt sich etwas in der seit Jahren völlig blockierten Frage nach einer sinnvollen Parkierungsart für Touristencars.

Die Stadtpassage bietet auch die Möglichkeit, ein weiteres Problem zu lösen: den Wegfall von 377 Parkplätzen beim Bahnhof. Diese müssen wegen des Durchgangsbahnhofs weichen. Der Stadtrat hat versprochen, einen Ersatz «am Stadtrand» zu prüfen. Auch das Parlament ist einverstanden, eine Kompensation der wegfallenden Bahnhofparkplätze im neuen Luks-Parking in Erwägung zu ziehen.

Noch lautet der offizielle Auftrag lediglich, eine Kompensation zu prüfen. Wenn die Stadtpassage dann konkret wird, müssen Stadtrat und Parlament aber auch Wort halten und zusätzlichen Autoparkplätzen beim Luks – als Ersatz fürs Bahnhofparking P1 – zustimmen.