Luzern
Er wollte von der Eisenbahnbrücke in die Reuss springen: 24-Jähriger wird vom Zug erfasst

Vier Personen stiegen am Mittwochabend im Gebiet Reussmatt unerlaubterweise auf die Eisenbahnbrücke, um von der Brücke zu springen. Einer von ihnen wurde vom Zug erfasst und schwer verletzt.

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Die Reussmattbrücke in Luzern.

Die Reussmattbrücke in Luzern.

Screenshot Google Maps

Gemäss ersten Aussagen von Beteiligten wollten vier Personen am Mittwoch im Gebiet Reussmatt von der Eisenbahnbrücke in die Reuss springen; dafür haben sie unerlaubterweise die Brücke bestiegen, wie die Luzerner Polizei mitteilt.

Kurz vor 18 Uhr wurde ein 24-Jähriger von einem Zug erfasst und schwer verletzt. Der Rettungsdienst 144 brachte ihn in das Spital und der Lokführer wurde betreut. Die Staatsanwaltschaft Luzern führt nun die Untersuchung.

Betreten der Eisenbahnbrücke ist lebensgefährlich

Auf der Eisenbahnbrücke herrscht gemäss den SBB ein striktes Betretungsverbot. Auf die Frage, wie solche Eisenbahnbrücken gesichert sind, teilte die SBB-Medienstelle mit:

«Wer alle Warnhinweise und -tafeln missachtet, kann sich selbst in Lebensgefahr bringen.»

Den Personen drohe nun eine Anzeige wegen Störung des Bahnverkehrs, heisst es weiter.

Der Sprung in Gewässer birgt aktuell besondere Tücken

Auch abgesehen davon, dass sich die vier Personen dem Betretungsverbot widersetzt haben, ist das Herunterspringen aus einer grossen Höhe derzeit keine gute Idee. SLRG-Mediensprecher Reto Abächerli erklärt:

«Aufgrund der aktuell tiefen Pegelstände in Flüssen und Seen ist jetzt noch mehr Vorsicht geboten.»

Die Situation verschärft sich zunehmend, weil die Gewässer durch die Hitze immer weniger Wasser führen. «Im schlimmsten Fall kann man beim Springen aus unbekannter Höhe am Grund ankommen und sich Arme, Beine – oder beim Kopfsprung sogar den Kopf verletzen», sagt Abächerli weiter. (rad/stg)