Luzern
Feministisches Kollektiv demonstriert für das Recht auf Abtreibung – Umzug war nicht bewilligt

Das Gerichtsurteil in den USA stösst in Luzern auf Gegenwind. Da auch die SVP Schwangerschaftsabbrüche schwieriger machen will, ging das feministische Streikkollektiv Luzern auf die Strassen. Der Umzug war von den Behörden nicht bewilligt worden.

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Im letzten Dezember haben Abtreibungsgegnerinnen zwei Initiativen lanciert, die das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche verschärfen sollen. Durch das Gerichtsurteil in den USA steht diese Diskussion einmal mehr im Fokus. Das Feministische Streikkollektiv Luzern rief zu einer Demonstration auf dem Bahnhofplatz in Luzern auf. In einer Mitteilung des Feministischen Streitkollektivs hiess es:

«Um ein überlegte Entscheidung zu treffen, braucht es keine eintägige Bedenkzeit. Was es zwingend braucht, ist die Stärkung unserer Selbstbestimmung und der Bedingungen, die diese möglich machen.»

Mit der Kundgebung wolle man nicht nur gegen das Gerichtsurteil in den USA protestieren. Das Kollektiv will auch daran erinnern, dass weltweit und täglich das Recht auf Abtreibung angegriffen wird. So müsse auch in der Schweiz der Status quo verteidigt werden.

So war die Demonstration in Luzern

Die Kundgebung auf dem Bahnhofplatz war von der Dienstabteilung Stadtraum und Veranstaltungen (STAV) der Stadt Luzern bewilligt worden, wie diese am Mittwochmorgen auf Anfrage mitteilte. Im Anschluss an die Platzkundgebung zogen die Demonstranten um zirka 18.45 Uhr vom Bahnhof über die Zentralstrasse bis zum Bundesplatz. Vom dortigen Kreisel ging es via Hirschmattstrasse zum Theaterplatz, wie Leserreporter berichteten.

Bild: Leserreporter

Bild: Leserreporter

Dieser Teil der Kundgebung war von den Behörden nicht bewilligt worden, offenbar wegen Personalmangels bei der Luzerner Polizei, wie die Veranstalter der Kundgebung auf Instagram mitteilten.

Laut der Luzerner Polizei kam es zu keinerlei bekannten Zwischenfällen. (rad/dvm)