Meggen
Kantonsgericht hebt Baustopp für Flüchtlingsunterkunft auf

Die Gemeinde kann die Wohncontainersiedlung für Flüchtlinge in Gottlieben weiter aufstellen. Die Einsprecher sind vor Gericht abgeblitzt.

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Containersiedlung für Flüchtlinge: Das Luzerner Kantonsgericht hebt den Baustopp an der Herrenfahrstrasse in Meggen auf.

Containersiedlung für Flüchtlinge: Das Luzerner Kantonsgericht hebt den Baustopp an der Herrenfahrstrasse in Meggen auf.

Bild: Dominik Wunderli (Meggen, 27. Oktober 2022)

Der Gemeinderat Meggen hatte im Herbst informiert, dass er im Gebiet Gottlieben in der Zone für öffentliche Zwecke eine temporäre Wohncontainersiedlung erstellen will. Die Unterkunft soll 100 Personen Platz bieten und für maximal drei Jahre in Betrieb bleiben. Dagegen gab es mehrere Einsprachen. Der Megger Gemeinderat wies jedoch alle ab. Am 23. September wurde dann mit dem Aushub für die Containersiedlung begonnen und die ersten Container wurden aufgestellt.

Zwei Einsprecher akzeptierten die Abweisung ihrer Einsprache nicht und erhoben Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht. Dieses verfügte Ende Oktober einen Baustopp. Jetzt hat das Gericht zum Hauptverfahren entschieden. Die Gemeinde Meggen teilte gestern mit: «Das Bauprojekt zur Erstellung einer temporären Wohncontainersiedlung für Schutzsuchende in Meggen ist in der vorliegenden Form bewilligungsfähig. Die dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurde abgewiesen.»

Der Megger Gemeinderat Olivier Class (FDP) begrüsst den Entscheid und lässt sich wie folgt zitieren: «Wir sind sehr erfreut, dass das Gericht unseren Entscheid gestützt hat.» Somit wird die Gemeinde Meggen die geplanten Bauarbeiten im Januar fortführen. Voraussichtlich könne der Bezug der Wohncontainersiedlung Anfang März erfolgen, teilt die Gemeinde weiter mit. (sam)