«Gewaltige Rauchentwicklung»
Grosseinsatz beim Wohnhaus von Luzerns Ex-Stapi – Gebiet weiträumig abgesperrt

Brand an der Bellerivematte in Luzern am Freitagnachmittag: Betroffen war auch Urs W. Studer, langjähriger Stadtpräsident Luzerns.

Drucken
Die Feuerwehr der Stadt Luzern beim Einsatz an der Bellerivematte.

Die Feuerwehr der Stadt Luzern beim Einsatz an der Bellerivematte.

Bild: Feuerwehr Stadt Luzern

Am Freitag nach dem Mittag musste die Feuerwehr zu einem prominenten Luzerner ausrücken: Im Wohnhaus an der Bellerivematte, in dem der ehemalige Stadtpräsident Urs W. Studer mit seiner Frau lebt, brannte es. Nach einer ersten Meldung der Luzerner Polizei gab es keine Verletzten. Die Zufahrten zum betroffenen Gebäude mussten von der Feuerwehr weiträumig abgesperrt werden.

Aufgrund der andauernden Löscharbeiten hat die Feuerwehr die Bellerivematte am Freitagnachmittag gesperrt.

Aufgrund der andauernden Löscharbeiten hat die Feuerwehr die Bellerivematte am Freitagnachmittag gesperrt.

Bild: Manuela Jans (Luzern, 5. August 2022)
Urs W. Studer.

Urs W. Studer.

Bild: Pius Amrein

Urs W. Studer war beim Brandausbruch im Haus

Urs W. Studer, parteiloser Stapi von 1996 bis 2012, ist einer der Stockwerkeigentümer im betroffenen Gebäude. Er befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs mit seiner Ehefrau in seiner Wohnung. Er sagte auf Anfrage:

«Die Rauchentwicklung auf dem Dach war gewaltig.»

Er hatte jedoch Glück: «Wir konnten das Gebäude problemlos und ohne Hektik verlassen, als wir den Brand bemerkten.»

Möglicherweise sei ein Kurzschluss bei einem Solarpanel auf dem Hausdach Auslöser des Brands, sagt Urs W. Studer. Auf Anfrage bestätigte Markus Portmann von der Feuerwehr der Stadt Luzern, dass eine Fotovoltaikanlage gebrannt hat.

«Es gab eine grosse Rauchsäule, und weil uns ein Dachstockbrand gemeldet wurde, sind wir mit einem Grossaufgebot von 40 Personen ausgerückt. Den Brand hatten wir dann schnell unter Kontrolle, wir konnten verhindern, dass er sich aufs Dach ausweiten konnte.»

Die Feuerwehr beim Löschen der brennenden Solaranlage.

Die Feuerwehr beim Löschen der brennenden Solaranlage.

Bild: Feuerwehr Stadt Luzern

Brennende Solaranlage ist eine spezielle Gefahr für Einsatzkräfte

Die Herausforderungen für die Einsatzkräfte waren neben den hohen Aussentemperaturen die Solarpanels. Solarpanels produzieren bei Sonneneinstrahlung immer Strom und können nicht abgeschaltet werden. Wie die Feuerwehr Stadt Luzern in einer Mitteilung schreibt, besteht deshalb die Gefahr eines Stromschlages für die Einsatzkräfte. Deshalb seien die Löscharbeiten bei der Fotovoltaikanlage mit grosser Vorsicht, unter Einhaltung von Sicherheitsabständen sowie Verwendung von Hochvolt-Schutzhandschuhen und Absturzsicherung ausgeführt worden.

Insgesamt standen 40 Frauen und Männer der Feuerwehr Stadt Luzern unterstützt durch die Luzerner Polizei im Einsatz. Während des Einsatzes mussten der untere Teil der Bellerivestrasse und die Bellerivematte gesperrt werden. Spezialisten der Luzerner Polizei ermitteln die Brandursache. Fachspezialisten sichern das Dach.

Eine Gefahr für Urs W. Studer und die anderen Hausbewohnenden habe nie bestanden. Das Haus sei weiterhin bewohnbar.

(hb/mme/stg)