Stadt Luzern
Der Grill bei der Ufschötti muss täglich 1,5 Stunden geputzt werden

Seit Mai ist der Elektrogrill auf der Luzerner Ufschötti in Betrieb. In der ersten Betriebsphase des zweijährigen Projekts musste die Stadt Luzern den Grill an verschiedenen Punkten optimieren. Unter anderem die Grillreinigung gibt einen grossen Aufwand.

Noah Zimmermann
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Der Elektrogrill auf der Ufschötti ist seit Mai in Betrieb.

Der Elektrogrill auf der Ufschötti ist seit Mai in Betrieb.

Bild: pd

Am Abend gemütlich am See sitzen und eine Wurst oder etwas Käse grillieren: Das machen besonders viele Leute gerne in der Ufschötti in der Stadt Luzern. Bislang wurden die Grilladen oft auf einem Einweg-Grill zubereitet. Um dem entgegenzuwirken, hat die Stadt Luzern der Bevölkerung im Mai einen grossen Elektrogrill in der Ufschötti aufgestellt.

Seit dem Projektstart wurde dieser von der Bevölkerung rege genutzt. Projektleiter Claudio Läng von der Stadt Luzern sagt gegenüber PilatusToday: «Es entsteht ein guter Austausch am Grill. Mich freut’s, wenn der Grill benutzt wird!»

Anpassungen nach Projektstart

Der Grill ist ein Pilotprojekt. Entsprechend gab es nach dem Grillstart im Mai mehrere Anpassungen. Zum Beispiel bei der Elektronik, so Claudio Läng: «Es waren Anpassungen am nahe gelegenen Trafo-Häuschen notwendig.»

Auch bei den Benutzenden habe es am Anfang einige Erklärarbeit gebraucht, sagt Läng: «Es ist ein ungewöhnliches Angebot. Wir mussten etwa kommunizieren, dass der Grill selbst gereinigt werden soll.» Das funktioniere zwar, trotzdem sei die Reinigung für die Stadt ein grosser Aufwand. Das habe man im Voraus nicht genau abschätzen können. Gemäss Läng werden nun täglich rund anderthalb Stunden in die Grillreinigung investiert: «Am Morgen wird das Material kontrolliert und am Abend gereinigt.» Rund jede zweite Woche werde der Grill intensiver gereinigt.

Zu früh für Fazit

Ob durch die Gratisalternative bereits weniger zum Einweggrill gegriffen wird, könne man noch nicht sagen, so Claudio Läng: «Wir konnten das noch nicht genau auswerten. Es braucht noch mehr Erfahrung.»

Insgesamt sei das Projekt auch finanziell auf Kurs, erklärt Läng. 45’000 Franken wurden budgetiert, aktuell gibt es Mehrkosten von rund vier- bis sechstausend Franken. Dies für Metallbauarbeiten und die oben erwähnten Elektronikkosten. Es gab laut Claudio Läng auch keine grösseren Zwischenfälle, einzig kleinere Defekte am Grill oder entwendetes Grillwerkzeug.

Das Pilotprojekt dauert zwei Jahre. Je nach Witterung soll der Grill Ende September 2022 eingewintert werden. Im April 2023 kann dann auf der Ufschötti wieder gratis grilliert werden.