Stadt Luzern
Kinder- und Jugendschutz erhält mehr Stellenprozente – Grosser Stadtrat sagt Ja

Sowohl bei der Berufsbeistandschaft als auch bei der Fachbearbeitung erhält die Abteilung mehr Power. Grund für den Stellenausbau sind anhaltend hohe und gestiegene Fallzahlen.

Drucken

Der Grosse Stadtrat hat einen kleinen Stellenausbau in der Stadtluzerner Abteilung Kinder- und Jugendschutz am Donnerstag genehmigt. Demnach werden die Stellenprozente aufgestockt bei der Berufsbeistandschaft (plus 80 auf total 1060 Stellenprozente) und bei der Fachbearbeitung (plus 30 Prozent auf total 460). Die jährlichen zusätzlichen Kosten betragen 153’200 Franken.

Akten bei einer Kindesschutzbehörde.

Akten bei einer Kindesschutzbehörde.

Symbolbild: Keystone

Die Fallzahlen seien im Bereich Kinder- und Jugendschutz generell hoch. Seit Februar 2021 zeichnet sich zusätzlich eine deutliche Fallzunahme ab. Als Gründe nannte Ruedi Meyer, Leiter Abteilung Kinder Jugend Familie, in unserer Zeitung kürzlich die seither veränderte Weltlage unter anderem wegen Corona. Er sagt: «Fälle von häuslicher Gewalt nehmen zu, zudem zeigen einzelne Eltern weniger Erziehungskompetenzen und sie können ihren Kindern weniger Strukturen geben.»

Weil die Anzahl Fälle pro Mitarbeitende das definierte Soll von 65 während mehr als sechs aufeinanderfolgenden Monaten übertraf und eine Trendwende nicht in Sicht ist, beantragte der Stadtrat die Erhöhung der Stellenprozente. (hor)