Stadt Luzern
Unfallschwerpunkt beim Hirschengraben soll entschärft werden

Stadt und Kanton Luzern wollen die Kreuzung Hirschengraben-Klosterstrasse umgestalten. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Ampel und ein Einbahnregime in der Klosterstrasse.

Stefan Dähler
Drucken
Blick auf die Einmündung der Klosterstrasse in den Hirschengraben.

Blick auf die Einmündung der Klosterstrasse in den Hirschengraben.

Bild: std (6. Januar 2023)

Die Kreuzung Hirschengraben-Klosterstrasse gilt als besonders unsicher. In den letzten acht Jahren wurden dort 35 Unfälle registriert. Darum soll diese umgestaltet werden, wie die Stadt Luzern mitteilt. Die Arbeiten beginnen frühestens im Herbst, sie werden vom Kanton Luzern finanziert und von der Stadt geplant sowie umgesetzt. Die Kosten werden zum heutigen Zeitpunkt auf rund 650’000 Franken geschätzt.

Eine Analyse habe gezeigt, dass die unübersichtliche Situation zur Unfallhäufigkeit beiträgt. So müssen Autos beim Einbiegen von der Klosterstrasse in den Hirschengraben bis zu drei stark befahrene Spuren überqueren. Beim Rechtsabbiegen vom Hirschengraben in die Klosterstrasse komme es immer wieder zu unklaren Situationen, da die Busspur überquert werden muss.

Die Kreuzung Klosterstrasse-Hirschengraben von oben betrachtet.

Die Kreuzung Klosterstrasse-Hirschengraben von oben betrachtet.

Bild: Google Maps

Auch Velos sind dort viele unterwegs, denn es handelt sich um die einzige Verbindung zwischen Kleinstadt und Bruchquartier. Für sie ist die Situation ebenfalls heikel, da Zweiräder auf der Klosterstrasse vor der Querung des Hirschengrabens von der rechten auf die linke Strassenseite wechseln müssen, wo Gegenverkehr herrschen kann.

Autos können nicht mehr rechts abbiegen

«Die wichtigste geplante Massnahme ist eine neue Lichtsignalanlage für die Einfahrt von der Klosterstrasse in den Hirschengraben», sagt Daniel Nussbaumer, Projektleiter im Stadtluzerner Tiefbauamt. Vorgesehen ist zudem, das Rechtsabbiegen vom Hirschengraben in die Klosterstrasse für Autos zu unterbinden; auf der Klosterstrasse wird ein Einbahnregime in Richtung Hirschengraben eingeführt. Das Bruchquartier bleibt für Autos vom Hirschengraben aus via Kasimir-Pfyffer-Strasse weiterhin erreichbar. Im Hirschengraben wird ausserdem eine private Zufahrt zu einem Grundstück aufgehoben.

Mit diesen Massnahmen soll die Kreuzung sicherer gestaltet werden.

Mit diesen Massnahmen soll die Kreuzung sicherer gestaltet werden.

Quelle: Stadt Luzern

Als weitere Massnahme gibt es bei der Ausfahrt der Klosterstrasse in den Hirschengraben eine Mittelinsel, die den Velo- vom Autoverkehr trennt. Im Velo-Wartebereich sind eine Haltestange sowie ein Anmelde-Drückknopf für die neue Ampel vorgesehen.

Fussgängerstreifen wird verschoben

Der Fussgängerstreifen über den Hirschengraben wird rund sechs Meter Richtung Kasernenplatz verschoben. «Heute bewegen sich dort Fussgänger und Velos auf viel zu engem Raum», sagt Nussbaumer. Die Veloüberfahrt befindet sich direkt beim Fussgängerstreifen, der Warteraum vor diesem ist knapp bemessen. «Mit der Verschiebung gibt es eine Entflechtung.» Um in der engen Rütligasse mehr Platz zu schaffen, sind dort kleine Massnahmen wie die Verschiebung eines Pflanzentrogs vorgesehen.

Dieser Fussgängerstreifen über den Hirschengraben soll von hier aus gesehen nach rechts verschoben werden.

Dieser Fussgängerstreifen über den Hirschengraben soll von hier aus gesehen nach rechts verschoben werden.

Bild: std (Luzern, 6. Januar 2023)

Im Rahmen des Projekts wurden drei weitere Varianten zur Umgestaltung der Kreuzung geprüft, etwa ohne Ampel, Einbahn oder mit Linksabbiegeverbot für Autos in den Hirschengraben. «Mit der nun gewählten Variante wird die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden am meisten erhöht», sagt Nussbaumer.

Die Baupläne liegen vom 11. bis 30. Januar beim Tiefbauamt der Stadt öffentlich auf. Sie können auch unter www.planauflage.stadtluzern.ch eingesehen werden.