Stadt Luzern
Katholische Kirche stockt Beitrag für sozial Benachteiligte auf

Die Katholische Kirchengemeinde Luzern machte 2021 ein unerwartet hohes Plus von rund 7,1 Millionen Franken. Der Gewinn wird unter anderem für humanitäre und ökologische Projekte eingesetzt.

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Kirchenmeierin Sibylle Lehmann an der ordentlichen Sitzung am 18. Mai.

Kirchenmeierin Sibylle Lehmann an der ordentlichen Sitzung am 18. Mai.

Bild: PD

Die Katholische Kirche Luzern schliesst das Jahr 2021 mit einem Ertragsüberschuss von rund 7,12 Millionen Franken ab. Das liegt an den Steuererträgen, die deutlich höher ausgefallen sind als budgetiert, wie die Katholische Kirche Stadt Luzern in einer Mitteilung schreibt.

Der Ertragsgewinn wird gemäss Beschluss des Grossen Kirchenrat wie folgt verwendet:

  • 1 Million Franken für den Fonds «Energie und Ökologie» der Kirchgemeinde.
  • 5 Millionen Franken zuhanden des Eigenkapitals;
  • 116’000 Franken zugunsten des Beitragswesens. Im Berichtsjahr leistete die Kirchgemeinde Beiträge an Dritte in der Höhe von rund 2,6 Millionen Franken. Die meisten davon sind Organisationen im Dienste der Menschen in der Stadt Luzern.
  • 1 Million Franken für humanitäres Engagement. Davon profitieren sollen zu je einem Drittel Opfer des Ukraine-Krieges, Betroffene von Konflikten, die in letzter Zeit in Vergessenheit geraten sind, sowie Geschädigte des Klimawandels.

Eine Motion forderte zudem, dass der humanitäre Beitrag aufgestockt werden solle. Der grosse Kirchenrat nahm diese dringliche Motion von Urban Frye am Mittwoch entgegen.

So sollen mit 500'000 Franken aus dem laufenden Budget Dritte, eigene Projekte oder Personen unterstützt werden. Damit würden soziale Nöte in der Stadt Luzern gelindert, die durch den Ukraine-Krieg entstehen.

Zeichen gegen sexuellen Missbrauch

Die Ratsmitglieder Mariette Zubriggen und Markus Trüeb haben ausserdem den Grosskirchenrat eingeladen, einen offenen Brief an Bischof Joseph Bonnemain von Chur zu unterzeichnen. Darin enthalten ist der Verhaltenskodex zum Umgang mit Macht. Er sende an die von Missbrauch Betroffenen und alle Kirchenmitglieder die Botschaft, «dass solches Fehlverhalten in der Kirche nicht mehr toleriert wird und eine Bereitschaft zum Wandel besteht».

(rad)

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