STANDORTQUALITÄTSINDIKATOR: Obwalden hat sich am deutlichsten verbessert

Zug, Zürich und Nidwalden sind weiterhin die attraktivsten Wirtschafts-standorte der Schweiz. Die Zentralschweiz ist insgesamt attraktiv.

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Der Obwaldner Hauptort Sarnen. (Bild Keystone)

Der Obwaldner Hauptort Sarnen. (Bild Keystone)

Der seit 2004 jährlich erstellte SQI zeigt für 2008, dass Steuermassnahmen einige Kantone deutlich attraktiver gemacht haben. So rückte Obwalden seit 2004 von Rang 13 auf Rang vier vor (siehe Tabelle unten), wie die CS am Montag mitteilte.

Dass vier der sechs Spitzenränge auf Innerschweizer Kantone entfallen, zeigt gemäss Mitteilung die Attraktivität der Grossregion Zentralschweiz. Verschiebungen gab es besonders im Mittelfeld, das noch acht statt wie bisher elf Kantone umfasst. Luzern liegt in der Rangliste auf Platz 17.

Anspruchsvolle Topographie ist schlecht für die Wirtschaft
Die Schlussränge belegen Kantone mit anspruchsvoller Topographie und grosser räumlicher Distanz zu grossen Zentren im In- und im Ausland. So das Tessin, der Jura oder Uri. Mögliche Optimierungsmassnahmen seien zielgerichtete Investitionen in Bildung und Verkehrsinfrastruktur sowie steuerliche Entlastungen, heisst es.

Bei den Wirtschaftsregionen bestehen gemäss SQI innerhalb einiger Kantone deutliche Unterschiede. So sei die Attraktivität des Berner Oberlands, des Luzerner Entlebuchs und des Waadtländer Pays d'Enhaut deutlich geringer als jene der jeweiligen Zentrumsregionen.

Erfahrungen helfen im Wettstreit mit der Welt
Hervorgehoben wurde, dass in der Schweiz lebhafter Wettbewerb auf kleinstem Raum stattfindet - dank weit reichenden Kompetenzen von Kantonen und Gemeinden in Infrastruktur-, Bildungs- und Fiskalpolitik.

Im Hinblick auf weitere Grenzöffnungen sowie der zunehmenden weltweiten Standortkonkurrenz könnten Schweizer Regionen von ihren eigenen Erfahrungen profitieren. Permanente Pflege der Rahmenbedingungen gehöre nämlich zur ständigen Pflicht der politischen Entscheidungsgremien und habe zu relativ hoher Effizienz im Einsatz der Steuermittel geführt.

Ausbildungsstand, Erreichbarkeit und Steuerbelastung
Der SQI wird auf Grund von Daten der rund 2700 Schweizer Gemeinden berechnet. Er erfasst gemäss Mitteilung die Steuerbelastung juristischer und natürlicher Personen, den allgemeinen Ausbildungsstand, die Verfügbarkeit hoch Qualifizierter und die verkehrstechnische Erreichbarkeit.

«Weiche» Standortfaktoren wie landschaftliche Schönheit oder die Qualität öffentlicher Dienste würden nicht berücksichtigt, weil sie quantitativ kaum messbar seien.

ap/ana