STARTUPS: Zuger und Urner unter den Gewinnern

Eine Million in knapp einem Jahr: Die Initiative «venture kick» unterstützt die Gründung neuer Unternehmen an den Schweizer Hochschulen. Zu den Gewinnern gehört der Chamer ETH-Ingenieur Mark Blum zusammen mit dem Urner Manuel Aschwanden.

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Manuel Aschwanden (links) und Mark Blum. (Bild pd)

Manuel Aschwanden (links) und Mark Blum. (Bild pd)

Manuel Aschwanden hat zusammen mit seinem Partner Mark Blum an der ETH Zürich optische Linsen entwickelt, die sich dank dank «künstlichen Muskeln» stufenlos variieren lassen. Dieses neuartige Konzept wollen die beiden mit ihrer Firma Optotune AG auf den Markt bringen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Bei diesen Plänen unterstütze sie die Initiative «venture kick», die sich das Ziel gesetzt hat, die Zahl der Firmengründungen an den ETHs, Universitäten und Fachhochschulen zu verdoppeln. Dadurch will die private Initiative die wirtschaftlich erfolgreiche Umsetzung von möglichst vielen Forschungsprojekten ermöglichen.

Drei Stiftungen investieren in das Projekt
Hinter «venture kick» stehen drei renommierte Stiftungen:

Heinrich Gebert (1899 bis 1997, Stifter der Gebert Rüf Stiftung) hat zusammen mit seinem Bruder Karl die Geberit AG zu einer international führenden Marke gemacht.

Hermine Raths (1906 bis 1985) und Marguerite Steiger (1909 bis 1990) die Gründerinnen der OPO-Stiftung gehören zu den Schweizer Pionierinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihre Opopharma AG war eines der bedeutendsten Unternehmen im Bereich Pharma-Distribution, das sehr früh auch ausländische Pharma-Produkte importierte.

Ernst Göhner (1900 bis 1971) hat in den Jahren des Aufbruchs und des Wachstums vor allem den Wohnungsbau in der Schweiz nachhaltig verändert. Auch der Name Göhner steht für ein Unternehmertum, das neue Produktionsmethoden mit typisch schweizerischen Werten wie Qualität und Dauerhaftigkeit verbindet.

Keine Bedingungen – ausser Firmengründung
Bei «venture kick» bewerben sich laut Mitteilung Forscher oder Forscherteams, die noch kein eigenes Unternehmen gegründet haben, ihre Forschungsergebnisse jedoch auf den Markt bringen wollen. In drei Stufen erhalten die jeweils besten Projekte zuerst 10'000, dann 20'000 und schliesslich 100'000 Franken, heisst es weiter. Diese Förderbeiträge seien an keine Bedingungen geknüpft – die letzten 100'000 Franken werden aber nur ausbezahlt, wenn die eigene Firma auch gegründet wird.

ana