«STATIONSPIRATEN»: Im Spital Schwyz wird Kinospielfilm gedreht

Er zeichnet sich für den Schnitt von Schweizer Kinohits wie «Achtung, fertig, Charlie!» oder «Breakout» verantwortlich. Jetzt führt Mike Schaerer erstmals Regie – im Spital Schwyz.

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Szene vom Dreh. (Bild Florian Nussbaumer, Zodiac Pictures Ltd)

Szene vom Dreh. (Bild Florian Nussbaumer, Zodiac Pictures Ltd)

Seit dem 21. September ist Leben in der Abteilung C7 im Spital Schwyz. Unter der Regie von Mike Schaerer entsteht auf dem neu gebauten Stockwerk, das erst im kommenden Jahr vom Spital regulär in Betrieb genommen wird, der Kinospielfilm «Stationspiraten». Budget: 1,8 Millionen Franken. Vor der Kamera stehen unter anderem die durch andere Produktionen bekannten Stefan Kurt und Bettina Stucky. Produziert wird der Mundart-Streifen vom Team Lukas Hobi und Reto Schaerli der Luzerner Firma Zodiac Pictures (unter anderem «Achtung, fertig, Charlie!», «Breakout», «Tell»). Die Herstellung des Spielfilms wird durch das Bundesamt für Kultur unterstützt. Kinoverleiher der Koproduktion mit dem Schweizer Fernsehen ist Walt Disney Schweiz.

Jugendlicher aus Luzern dabei
Die Story des «Feelgood-Dramas», wie Produzent Reto Schaerli den Film charakterisiert: Vier Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren (gemimt von Vincent Furrer, Max Hubacher, Nicolas Hugentobler und Scherwin Amini – ein Luzerner) treffen sich an einem ungewöhnlichen Ort: der Krebsstation eines Krankenhauses. Obwohl sie alle an unterschiedlichen Formen der tödlichen Krankheit leiden, sehen sie doch derselben unsicheren Zukunft entgegen. Ihr ungebrochener Spass am Leben hilft ihnen, mit dieser lebensbedrohlichen Situation fertig zu werden. Trotzdem muss doch jeder der Jungen mit seiner eigenen Geschichte und seinen eigenen Problemen zurecht kommen.

Auch Spitalangestellte involviert
«Wir haben für den Dreh Spitäler in der ganzen Deutschschweiz angeschrieben», sagt Produzent Schaerli. «Das Kantonsspital Schwyz hat sehr offen reagiert und ist uns sehr entgegengekommen.» Punktuell werde auch an anderen Orten des Spitals gedreht, etwa in der Notaufnahme. «Es ist selbstredend, dass man hier innert sehr kurzer Zeit das Set auch wieder räumen musste», so Schaerli. In diesen Bereichen seien als Statisten auch Angestellte des Spitals zum Zug gekommen. «Darüber sind wir sehr dankbar. Gerade bei einer OP-Szene kann man ja nicht irgendeinen Laiendarsteller von der Strasse nehmen und ihn verkleiden. Da muss jeder Griff stimmen.» Gemäss Schaerli wird «Stationspiraten» im Sommer/Herbst 2010 in die Kinos kommen.

Dave Schläpfer