STATISTIK: Mehr Unfälle und mehr Tote auf Schwyzer Strassen

Auf den Strassen im Kanton Schwyz krachte es im vergangenen Jahr häufiger. Hauptunfallursache waren Unaufmerksamkeit und Ablenkung.

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Auf der A4 zwischen Goldau und Küssnacht hat sich am Freitagnachmittag ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Zwei Personen kamen ums Leben, zwei weitere mussten mit der Rega ins Spital geflogen werden. (Bild: Kapo SZ)

Auf der A4 zwischen Goldau und Küssnacht hat sich am Freitagnachmittag ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Zwei Personen kamen ums Leben, zwei weitere mussten mit der Rega ins Spital geflogen werden. (Bild: Kapo SZ)

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 942 (Vorjahr 904) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei haben sechs Personen ihr Leben verloren, vier mehr als im Vorjahr. Beim folgenschwersten Unfall kamen am 7. August auf der A4 bei Immensee zwei Personen ums Leben. Schwer verletzt wurden 59 (76) Personen, 305 (251) leicht.

Hauptunfallursache waren Unaufmerksamkeit und Ablenkung, 190 der registrierten Unfälle waren darauf zurückzuführen. Auf Platz zwei ist mit 149 das Missachten des Vortritts. Im Gegensatz zum Vorjahr stiegen die Unfallzahlen aufgrund zu hoher Geschwindigkeit von 104 auf 129. Eine erneute Abnahme ist bei den Unfällen unter Alkoholeinfluss zu verzeichnen: Bei 59 Verkehrsunfällen hatte der Unfallverursacher zu viel getrunken, im Vorjahr waren es 73.

Mehr Unfälle mit Fussgängern

Im Vergleich zum Jahr 2014 stieg die Zahl der verunfallten Fussgänger von 22 auf 34. Wie im Vorjahr wurde keiner von ihnen tödlich verletzt. Mit zwölf Unfällen auf Fussgängerstreifen ist in diesem Bereich ein ähnlich tiefer Wert wie im Vorjahr (acht) zu verzeichnen. Mit elf Unfällen, an denen Fahrräder mit Tretunterstützung (E-Bikes) beteiligt waren, ist in diesem Bereich ein Anstieg um fünf Unfälle zu verzeichnen. Dem Anstieg der Verkehrsunfälle mit E-Bikes steht ein Rückgang der Unfälle mit Fahrrädern von 53 auf 45 Unfälle gegenüber.

Die registrierten Verkehrsunfälle innerorts steigen von 476 auf 515 an, liegen damit aber weiterhin unter dem langjährigen Mittel von 533. Mit 265 (268) Unfällen ausserorts und 162 (160) auf Autobahnen, verharrten diese Zahlen im Bereich des Vorjahres. Damit bewegen sich die Unfälle auf Autobahnen im Gegensatz zu den übrigen Strassenarten weiterhin über dem langjährigen Mittel, das 155 beträgt. Das langjährige Mittel ausserorts beträgt 294.

Am gefährlichsten ist es am Freitag zwischen 17 und 18 Uhr

Mit 97 Unfällen war der Januar der unfallträchtigste Monat im Kanton Schwyz, er war im Vorjahr noch derjenige mit am wenigsten Unfälle. 2015 wurden im März mit 63 am wenigsten Unfälle registriert. Auf die Unfallzeit beziehungsweise den Unfalltag bezogen verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz weiterhin zwischen 17 und 18 Uhr (86) und mit 161 freitags am meisten Unfälle.

Weniger Bussen - weniger Einnahmen

Insgesamt stellte die Polizei 77'805 Bussen aus, weil Autofahrer zu schnell unterwegs waren. Im Vorjahr waren es noch 127'829 gewesen. Daraus resultierten 1590 Anzeigen (1868) und Einnahmen von 6,2 Millionen Franken (9,1 Millionen Franken).

Die Polizei legt 2016 die Schwerpunkte ihrer Präventionstätigkeiten auf die Kampagnen «Keine Ablenkung», «Null Promille - Null Probleme» und «Rad steht - Kind geht». Bei den Geschwindigkeitskontrollen richtet die Polizei weiterhin ein Augenmerk auf verkehrstechnische Schwachstellen, wie zum Beispiel unfallträchtige Orte, Schulwege, Baustellen

pd/rem