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Stecken Banden hinter Autoklau?

In den letzten Monaten wurden im Kanton Schwyz viele Luxusautos gestohlen. Die Ermittlungen der Kantonspolizei führen nach Osteuropa.
Autodiebe aus dem Osten treiben auch in der Innerschweiz ihr Unwesen. (Bild: Symboldbild Keystone)

Autodiebe aus dem Osten treiben auch in der Innerschweiz ihr Unwesen. (Bild: Symboldbild Keystone)

Ob Ferrari, Aston Martin, Bentley, Mercedes oder BMW: Teure Autos standen in den letzten zwei Jahren im Mittelpunkt mehrerer Straftaten. Im Jahr 2012 wurden im Kanton Schwyz gleich 16 Personenwagen aus dem Luxussegment entwendet. Der letzte bekannte Fall geschah im November dieses Jahres, als im äusseren Schwyzer Kantonsteil ein Mercedes aus einer privaten Garage gestohlen wurde. Gut zwei Monate davor wurden bei einem Einbruch in eine private Garage in Wollerau sogar zwei Ferraris und ein Mercedes entwendet. Gemäss Florian Grossmann von der Schwyzer Kantonspolizei wird die Deliktsumme der entwendeten Fahrzeuge auf 2,5 Millionen Franken geschätzt. Diese Summe bezieht sich auf die letzten beiden Jahre, in denen insgesamt 22 Fahrzeuge im Kanton Schwyz als gestohlen gemeldet wurden.

Einbruch jeweils nachts

Auffallend ist, dass die Täterschaft mehrheitlich gleich vorgeht und ihre Machenschaften zur nächtlichen Stunde ausführt. «Aufgrund des Tathergangs und der angetroffenen Situationen an den Tatorten wissen wir, dass die Täter jeweils professionell vorgehen», so Grossmann. Die Täter steigen jedoch nicht nur in private Anlagen ein, sondern auch in gewerbsmässige Garagenbetriebe. Die meisten Meldungen stammen aus dem äusseren Kantonsteil, wie Grossmann weiter erklärt. Im Kanton Schwyz konnten bisher keine entwendeten Luxusautos sichergestellt werden. «Dies ist ein Hinweis darauf, dass sich die Täterschaft mit den Fahrzeugen rasch vom Tatort entfernt», so der Schwyzer Polizeisprecher. Gestohlene Luxusautos wurden bislang nur im Ausland sichergestellt. «Wir wissen, dass die Autos vielfach nach Osteuropa verschoben werden», ergänzt Grossmann.

Zwei Personen festgenommen

Dass es sich bei den Diebstählen um Banden aus Osteuropa handelt, zeigt ein Fahndungserfolg der Polizei. «Die Verhaftung zweier Polen sowie weitere polizeiliche Erkenntnisse zeigen, dass die Täterschaft aus Osteuropa stammt», sagt der Mediensprecher der Kantonspolizei Schwyz. Zwei polnische Staatsangehörige wurden im Herbst diesen und des letzten Jahres festgenommen. Beide waren zur Verhaftung ausgeschrieben. Ein 45-jähriger Pole wurde im November an der Grenze in St. Margrethen SG verhaftet. Er war von der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz zur Verhaftung ausgeschrieben worden, wie Grossmann erklärt. «Der Pole befindet sich wegen mehrfachem Diebstahl im vorzeitigen Strafvollzug.» Ein 36-jähriger Pole wurde bereits im Oktober 2011 in Deutschland verhaftet. Der Mann ist wegen Hehlerei in einem Fall mit einem Strafbefehl belegt worden und anschliessend wieder freigelassen worden.

Irene Infanger / Neue SZ

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