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STEINEN: 700-jähriges Haus: Abbruch verhindert

Die Schwyzer Regierung will ein Haus aus der Zeit um 1300 abreissen. Eine superprovisorische Verfügung stoppt dieses Vorhaben nun vorerst. Die Regierung hält trotzdem an ihrem Entscheid fest.
Jürg Auf der Maur
Das 700 Jahre alte Haus an der Lauigasse in Steinen darf per Gerichtsbeschluss vorderhand weder abgerissen noch sonst wie verändert werden. (Bild: Jürg Auf der Maur)

Das 700 Jahre alte Haus an der Lauigasse in Steinen darf per Gerichtsbeschluss vorderhand weder abgerissen noch sonst wie verändert werden. (Bild: Jürg Auf der Maur)

Jürg Auf der Maur

zentralschweiz@luzernerzeitung.ch

Gegenwind für die Schwyzer Regierung: Der Schweizer Heimatschutz hat beim Schwyzer Verwaltungsgericht Beschwerde eingereicht gegen die Abbruchpläne für ein 700-jähriges Holzhaus in Steinen SZ. Das Verwaltungsgericht hat nun den Abbruch superprovisorisch und unter Strafandrohung im Falle der Zuwiderhandlung untersagt.

Der Schwyzer Regierungsrat hatte Ende Juni entschieden, das Holzhaus an der Lauigasse in Steinen aus der Zeit um 1300 nicht unter Schutz zu stellen und zum Abbruch freizugeben. Er sprach sich gegen ein Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege aus. Diese hatte sich für die Unterschutzstellung ausgesprochen.

Gegen den vom Regierungsrat des Kantons Schwyz bewilligten Abbruch des rund 700-jährigen Hauses reichten der Schweizer Heimatschutz und seine Sektion Schwyz nun beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein, wie der Heimatschutz mitteilte. Dabei forderten sie, erstens den Entscheid betreffend Abbruch aufzuheben und zweitens den vorgesehenen Abbruch, respektive die Veränderung des mittelalterlichen Hauses, superprovisorisch zu verbieten.

Nun habe das Verwaltungsgericht den zweiten Antrag gutgeheissen. Über den ersten Antrag werde im Rahmen des Hauptverfahrens zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Die Beschwerdeführer wollen nun einen runden Tisches einberufen, an welchem alle involvierten Par­teien – der Regierungsrat, der ­Gemeinderat von Steinen, die Eigentümer, das Bundesamt für Kultur und die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege sowie der Heimatschutz – gemeinsam nach einer Lösung für das superprovisorisch gerettete Haus suchen. Entscheidend sei, dass auch die anderen rund 30 Häuser aus der Zeit um 1300 in und um Schwyz sorgfältig und detailliert inventarisiert werden, heisst es weiter.

Die Schwyzer Regierung winkt postwendend ab

«Ein runder Tisch ist für uns keine Option», sagt der zuständige Regierungsrat Michael Stähli. Die Regierung wolle nicht einfach undifferenziert alle alten Häuser unter Schutz stellen. «Wir sind jedoch überzeugt, dass wir mit dem neuen Denkmalschutzgesetz mehr Klarheit bekommen werden», zeigt sich Stähli überzeugt. Dieses soll schon bald in die Ratsdebatte geschickt werden. Es werde, so Stähli, für Besitzer und Verbände künftig klare Regeln bringen.

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