STEINEN: Kein Fasnachts-«Exil» für «Guugi-Seffi»

Der 22. Februar war der Mittelpunkt der GV der Steiner Fasnachtsgesellschaft. Am Montag wurden die Umzugs-Leitplanken festgehalten.

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Nach fünf Jahren steigt am 22. Februar das Fasnachts-Highlight in Steinen. «Wir dürfen an unserem Umzug 34 Nummern begrüssen, und ich kann euch versichern, es werden aufwändig gestaltete Sujets mit viel fasnächtlichem Schalk präsentiert», sagte am Montagabend der Steiner Narrenvater Alois Arnold. Der Steiner Fasnachtsumzug, zu dem bei idealen Wetterverhältnissen zwischen 15 000 und 20 000 Zuschauer erwartet werden, stand anlässlich der Generalversammlung im Mittelpunkt.

Er darf in Steinen nüsseln
Kurz vor der Versammlung war es allerdings ein anderes Ereignis, welches in Steinen für Spannung sorgte. Die Enthüllung des Talibasch und seiner Steiner Räbe auf dem Dorfplatz. Noch am Nachmittag war nicht sicher, ob Künstler Josef Odermatt, Konstrukteur Josef Marty und Bauchef Patrik Gick die rund 400 Kilogramm schwere und rund 2,5 Meter hohe fasnächtliche Figur aus der Säule bewegen könnten.

Es klappte hervorragend, die Mechanik von Josef Marty (Guugi-Seffi) funktionierte einwandfrei. Dazu Narrenvater Alois Arnold an der GV: «Ich habe mit den drei Verantwortlichen trotz eisiger Kälte auf dem Dorfplatz geschwitzt. Ich bin richtig froh, dass es geklappt hat, denn sonst hätten wir Guugi-Seffi während unserer Fasnacht ins Exil nach Schwyz verbannen müssen.»

So bleibt dieses Ungemach dem Steiner Fasnächtler erspart. Allerdings war von bösen Zungen zu erfahren, dass dies gar nicht so schlecht gewesen wäre und man gerne etwas Steiner Fasnachtskultur nach Schwyz entsandt hätte.

Die üblichen Geschäfte
Die an einer GV üblichen Geschäfte wurden in Steinen selbstverständlich ebenfalls abgehalten. So wurde etwa die Jahresrechnung präsentiert oder der humorvolle Bericht des Narrenschriibers Stefan Marty genossen, der für einige Lachnummern sorgte. Es war auch zu vernehmen, dass der Narrenvater ein anspruchsvolles und arbeitsreiches Amt zu pflegen hat.

Die Steiner Maschgraden hatten auch zu wählen. So wurde Kurt Schuler neu 1. Rottführer, nachdem Philipp Holdener dieses Amt zur Verfügung stellte. Als 2. Rottführer wurde Martin Fässler gewählt. Als Vizepräsident gab Guido Schabron den Rücktritt, für ihn wurde als Beisitzer Sandro Kälin gewählt. Die GV liessen die Steiner Fasnächtler danach noch feucht-fröhlich in der Aula ausklingen.

Erhard Gick