STEINEN: Riesenbagger rollt durch Steiner Gässchen

In Steinen stand am Mittwoch zeitweise der Verkehr still. Der zweitgrösste Bagger der Schweiz kroch durch die engen Gassen in Richtung Obermühle. Dort wird er für den Siloabbruch eingesetzt.

Drucken
Teilen
Der Bagger passiert eine heikle Stelle. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Der Bagger passiert eine heikle Stelle. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Die Gebäude der Obermühle Steinen werden abgebrochen. Sie weichen diversen Neubauten. Für den Abbruch der Müllereigebäude und vor allem für den 42 Meter hohen Getreidesilo wird ein Spezialbagger benötigt. Am Mittwoch traf dieser Bagger in Steinen ein, ein Schwertransport von gegen 120 Tonnen Gesamtgewicht.

Von Zürich nach Steinen
Morgens um 6 Uhr ist der zweitgrösste Abbruchbagger der Schweiz von einer Baustelle in der Stadt Zürich in Steinen eingetroffen. Drei Stunden hat die Fahrt ins Stauffacherdorf gedauert. Das war aber noch ein Kinderspiel, der heikle Teil folgte erst; der Transport des 73 Tonnen schweren Baggers vom Dorfplatz über die sehr enge Mühlegasse zur Obermühle Steinen.

«Wir haben hier sehr enge Verhältnisse. Das brauchte eine solide Vorbereitungsarbeit, damit dieser schwierige Transport überhaupt durchgeführt werden konnte», erklärte Franz Muri, Abteilungsleiter Rückbau bei der Firma Aregger in Buttisholz.

Vier Zentimeter Raum
Eng wurde es vor allem bei der Einfahrt in die Mühlegasse. Zwischen Kirchenmauer und dem gegenüberliegenden Haus waren es gerade mal 4 Zentimeter Raum, 2 Zentimeter auf jeder Baggerseite. Dafür musste sogar die Raupenschütze auf der Seite des Baggers entfernt werden.

Für die Passage der Mühlegasse benötigte der Bagger gleich lang wie für die Fahrt von Zürich nach Steinen.

Erhard Gick

Mehr zum Thema lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.