STEINEN: Trucker schützt Familie vor Geisterfahrer

Bei der Geisterfahrt auf der A4 vom Mittwoch kamen alle glimpflich davon. Vielleicht auch, weil Walti Lang nur noch «funktionierte».

Sandro Portmann
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Als Walti Lang aus Rothenthurm mit seinem LKW an den Unfallort mit dem Geisterfahrer kam, stellte er seinen Truck quer, um Schlimmeres zu verhindern. (Bild: PD)

Als Walti Lang aus Rothenthurm mit seinem LKW an den Unfallort mit dem Geisterfahrer kam, stellte er seinen Truck quer, um Schlimmeres zu verhindern. (Bild: PD)

Berufschauffeur Walti Lang war mit seinem Lastwagen auf der A4 bei Steinen auf der Heimfahrt nach Rothenthurm. Als vor ihm ein Geisterfahrer zum Stillstand kam, reagierte er intuitiv und parkierte seinen Lastwagen quer über die Autobahn. «Das alles hat sich innert Sekundenbruchteilen abgespielt. Da funktionierst du einfach», sagt Lang.

Bei der Geisterfahrt kollidierte der Fahrer mit einem anderen Auto. Darin sass eine junge Familie mit einem zweijährigen Sohn. Trucker Lang sprang aus dem Lastwagen und gab seine Leuchtweste dem Fahrer und führte die Mutter mit ihrem Kind hinter die Leitplanke. Aus dem Lastwagen holte er noch etwas zu trinken und Kekse, «damit sie wenigstens etwas beschäftigt sind», so Lang. Sein Lastwagen schützte indes die Familie vor den herannahenden Autos: «Ich dachte es ist schlauer es fährt dir einer rein, als in ein Auto beim Unfallort», so Lang. Es fuhr ihm allerdings keiner in den Lastwagen.

Polizei klärt ab

Etwas später traf die Polizei am Unfallort ein. Zurzeit klärt sie ab, was genau hinter der Geschichte beim Geisterfahrer vom Mittwoch steckt. Das Gerücht, der 52-jährige Fahrer habe gar keine Autobahnvignette 2013 will Mediensprecher David Mynall nicht bestätigen. «Wir können im Moment noch keine Angaben machen», sagt er. Es seien aber mehrere Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, die nun durch die Polizei abgeklärt werden. Einzig der 35-jährige Familienvater wurde leicht verletzt.

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