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STEINEN: Verwaltungsgericht stoppt Abbruchbewilligung für 700-jähriges Holzhaus

Ein historisches Wohnhaus aus der Zeit um 1300 darf trotz seines schlechten Zustands nicht abgerissen werden. In einer superprovisorischen Verfügung hat das Schwyzer Verwaltungsgericht eine bereits gesprochene Abbruchbewilligung gestoppt.

Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz hat den Abbruch, respektive jede Veränderung des Gebäudes an der Lauigasse in Steinen superprovisorisch untersagt. Es ist einem Antrag des Heimatschutzes gefolgt, wie dieser am Montag mitteilte.

Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hatte Ende Juni 2017 entschieden, eines der ältesten Holzhäuser Europas aus der Zeit um 1300 zum Abbruch freizugeben. Das Haus sei nicht bewohnbar, hielt Regierungsrat Michael Stähli nach einem Augenschein fest. Dagegen reichten der Schweizer Heimatschutz und seine Sektion Schwyzbeim Verwaltungsgericht Beschwerde ein.

Zurzeit ist ein Abbruchgesuch für ein zweites, praktisch gleich altes historisches Wohnhaus in Steinen hängig. Laut Heimatschutz gibt es in der Zentralschweiz insgesamt 34 bekannte Holzhäuser, die zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert gebaut wurden. 32 davon stehen im Kanton Schwyz.

Der Heimatschutz regt deshalb die Einberufung eines runden Tisches an, an welchem alle involvierten Parteien – der Regierungsrat, der Gemeinderat von Steinen, die Eigentümer, das Bundesamt für Kultur und die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege sowie der Heimatschutz – gemeinsam nach einer Lösung für das nun superprovisorisch gerettete Haus suchen. Entscheidend sei, dass auch die anderen rund 30 Häuser aus der Zeit um 1300 in und um Schwyz sorgfältig und detailliert inventarisiert würden, schreibt der Heimatschutz. Als ein Szenario, welche Rolle die Häuser in Zukunft spielen könnten, nennt er das Zusammenspiel mit den in der Nähe gelegenen Erinnerungsstätten – etwa dem Bundesbriefmuseum und dem Forum Schweizer Geschichte Schwyz sowie dem Rütli.

pd/cv

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