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STEINEN: Weihnachten früher und heute: «Singen ist ganz wichtig»

Singen und essen wird bei dieser Familie grossgeschrieben – alles mit der nötigen Gemütlichkeit, versteht sich. Das war früher auch schon anders.
Ein Herz und eine Seele: Malin Suter (6) mit Grossvater Markus Stappung (68) in Steinen. (Bild: Roger Grütter (22. Dezember 2017))

Ein Herz und eine Seele: Malin Suter (6) mit Grossvater Markus Stappung (68) in Steinen. (Bild: Roger Grütter (22. Dezember 2017))

«Wir trinken Wein», antwortet Malin Suter unumwunden auf die Frage, was sie an Weihnachten machen. Dass es sich dabei um alkoholfreien Sekt handelt, spielt für die Sechsjährige keine Rolle. Während Malins Vater zu Hause in Steinen alles für das «Christchindli» vorbereitet, geniesst sie mit ihrer Mutter und den beiden Brüdern das «Aperölen» bei den Grosseltern in Seewen. Wenn es dunkel ist, kehren sie an ihren Wohnort zurück und bewundern den geschmückten Baum. Die Tannzapfen aus Schokolade, die daran hängen, dürften sie aber erst nach dem Znacht essen, erklärt das Kindergartenkind.

In beiden Haushalten erklingen Lieder. «Singen ist ganz wichtig», sagt Markus Stappung. Das tun sie auch immer am 26. Dezember, wenn die ganze Familie Suter bei den Stappungs feiert. Der leidenschaftliche Hobbykoch schätzt an Weihnachten die Gemütlichkeit: «Gediegen essen, danach – schön einer nach dem anderen – die Geschenke auspacken».

Früher war es hektisch

In seiner Kindheit ging es bei Markus an Weihnachten hektischer zu und her: Seine Eltern führten eine Gärtnerei in Steinen – in der Weihnachtszeit hatten sie jeweils alle Hände voll zu tun. «Das Geschäft war am 24. Dezember immer bis abends geöffnet», erklärt er. Im Vorfeld hiess es nicht nur Bäume verkaufen, sondern auch zig Blumenarrangements als Grabschmuck anfertigen. Mit heissem Wachs hätten sie die Tannenzweige bespritzt, «das hat dann wie Schnee ausgesehen» so der 68-Jährige.

Die Geschenke waren damals einfach: Es gab gestrickte Socken, Mützen oder Handschuhe von den Eltern und Schokolade mit einem Fünfliber von den Paten. Seine Enkeltochter wünscht sich heuer Gutscheine für Reitstunden und dass sie mit ihrem Gotti baden gehen kann.

Stephanie Zemp

redaktion@zentralschweizamsonntag.ch

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