STEINEN: «Zum Ersten, zum Zweiten, und zum ...»

Gross und sperrig war, was der Betreibungsbeamte Franz Stössel vor einer Woche unter den Hammer brachte: die Einsiedler Skisprungschanzen. Am Freitag betätigte sich Stössel wiederum als Versteigerer.

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Die versteigerten Waren werden genau unter die Lupe genommen. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Die versteigerten Waren werden genau unter die Lupe genommen. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Anders als vor einer Woche aber konnte der grösste Teil der Steigerungsobjekte von den neuen Besitzern gestern gleich weggetragen werden: Bohrmaschinen, Fräsen, Stichsägen, Schraubzwingen. Stössel versteigerte gestern über Mittag das Inventar der in Konkurs geratenen Schreinerei Schuler an der Räbengasse in Steinen an die Meistbietenden.

Über 60 Interessierte
Zur Versteigerung waren mehr als 60 Interessierte gekommen. Die Maschinen und das Werkzeug gingen sehr schnell weg. Da sicherte sich der eine oder andere Profi- oder Hobbyhandwerker ein Schnäppchen. So gingen ganze gefüllte Werkzeugkästen für weniger als eine Hunderternote weg. Ein anderer Ersteigerer sicherte sich einen grossen Posten Holz, der zur Verarbeitung in der Werkstatt bereitstand, für 450 Franken. Nur 600 Franken kostete eine Bandsäge samt mehreren Sägebändern.

Ein Fünfliber
Kaum geboten wurde für ältere Sachen wie etwa die hölzernen Werkbänke, die teilweise für zehn Franken zu haben waren. Für nur zehn Franken sicherte sich ein Käufer ein Feuchtigkeits-Messgerät für Holz. Ein Mitbieter kaufte sich einen Schubladenschrank mit Fräsenblättern für einen Fünfliber, ein anderer eine Stichsäge für 30 Franken. Als sich für einen Posten fertiger Fenster niemand interessierte, sagte Franz Stössel: «Man kann ja immer noch das Haus darum herumbauen.» Angebot kam trotzdem keines.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.