STEINERBERG: Kantonsrat Helbling hat einen Verdacht

Die Regierung will eine enge Kurve bei Steinerberg nicht sanieren. Darüber zeigt sich der Steinerberger Kantonsrat enttäuscht.

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Durchfährt ein grosses Gefährt die Kurve im Hänitobel unterhalb Steinerberg, bleibt für den Gegenverkehr kein Platz. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Durchfährt ein grosses Gefährt die Kurve im Hänitobel unterhalb Steinerberg, bleibt für den Gegenverkehr kein Platz. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Wer schon auf der Kantonsstrasse zwischen Goldau und Steinerberg unterwegs war, kennt die enge Kurve im Hänitobel. Sie lässt im Kurvenscheitel höchstens das vorsichtige Kreuzen von zwei Personenwagen zu. Bei grösseren Fahrzeugen wird es jedoch kritisch.

Dies veranlasste den (einzigen) Steinerberger Kantonsrat Max Helbling zu einem Vorstoss. Helbling forderte mit einem Postulat die Regierung auf, die Kurve durch eine Brücke mit viel grösserem Radius über das Tobel zu ersetzen und auch das Strassenstück oberhalb zu verbreitern.

«Es besteht keine überdurchschnittliche Unfallhäufigkeit»
Jetzt aber beantragt die Regierung, das Postulat nicht erheblich zu erklären. Hier würden täglich nur etwa 3000 Fahrzeuge verkehren, nur vier Prozent davon seien Lastwagen. «Im Bereich des Hänitobels besteht keine überdurchschnittliche Unfallhäufigkeit», steht weiter in der Antwort aus dem Regierungsgebäude.

Weiter wird darauf verwiesen, dass für solche Strassensanierungen keine Bundesmittel mehr erhältlich seien. Allerdings wolle der Kanton zumindest die Substanz der bestehenden Strasse sichern und dafür in nächster Zeit ein Gesamtkonzept erarbeiten.

Hoffen auf den Entscheid des Kantonsrates
Kantonsrat Max Helbling aus Steinerberg zeigte sich gestern über die Antwort des Regierungsrats enttäuscht. Allerdings vermutet Helbling, dass die Weigerung der Regierung mit einer militärischen Anlage zusammenhängt. In der Nähe liegt ein Armeebetrieb, den eine Sanierung der Kurve allenfalls tangieren könnte.

Helbling kann jetzt nur noch darauf hoffen, dass der Kantonsrat sein Postulat entgegen dem Antrag der Regierung doch noch erheblich erklärt.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.