Steinerberg will Naturpark nicht mitfinanzieren

Die Gemeinde Steinerberg lehnt den Finanzierungsbeitrag für die Errichtungsphase des Regionalen Naturparks Schwyz ab. Nun müssen noch 13 weitere Gemeinden über das Projekt entscheiden.

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Steinerberg sollte Teil des Regionalen Naturparks Schwyz werden. (Bild: PD)

Steinerberg sollte Teil des Regionalen Naturparks Schwyz werden. (Bild: PD)

2013 soll der geplante Regionale Naturpark Schwyz in eine vierjährige Errichtungsphase gehen. Für diese Probephase werden in diesem Jahr erstmals die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der betroffenen Gemeinden zum Projekt angefragt. Der erste Entscheid über einen Finanzierungsbeitrag fiel am Mittwoch in Steinerberg.

An der Gemeindeversammlung vom Mittwoch lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den vierjährigen Beitrag für das Projekt in Höhe von jährlich 2762 Franken (11'046 Franken über die ganzen vier Jahre) jedoch ab. Die Gemeinde soll mit seiner gesamten Fläche von 6,9 Quadratkilometer dem Regionalen Naturpark Schwyz angehören, wie es von Seiten des Projektes in einer Mitteilung heisst.

Gemeinde Arth nach aktuellem Stand abgeschnitten

In allen 14 Gemeinden des 526,7 Quadratkilometer grossen Naturparks muss je nach Einwohnerzahl über die entsprechenden Finanzierungsbeiträge entschieden werden. Die Abstimmungen erfolgen in zwei Etappen. Während zehn Gemeinden am 17. Juni an der Urne entscheiden, sagen neben Steinerberg auch Alpthal, Riemenstalden und Illgau in diesen Tagen an ihren jeweiligen Gemeindeversammlungen Ja oder Nein zum Finanzierungsbeitrag.

Die Projektinitiatoren bedauern den Entscheid in Steinerberg gegen eine Errichtungsphase. «Wir glauben aber weiterhin an die Chancen des Regionalen Naturparks Schwyz», erklärt Emil Gwerder. Der Entscheid in Steinerberg hat im Perimeter des Naturparks Folgen für die Gemeinde Arth. Diese würde nach aktueller Situation mit ihren 11 Prozent Gemeindefläche im Naturpark vom Hauptteil des Parks abgeschnitten.

pd/bep

Gegenwind auch aus der Gemeinde Schwyz

Die Gemeinde Schwyz stimmt zwar erst am 17. Juni an der Urne über den Finanzierungsbeitrag ab, trotzdem war der Regionale Naturpark Schwyz an der Gemeindeversammlung vom Mittwoch bereits ein Thema. Gemäss einer Mitteilung der Gemeinde gab es verschiedene Voten, vor allem aus dem bäuerlichen Lager, gegen das Projekt. «Die eigentliche Wertschöpfung liegt nur in der Büroetage der Planer», führte beispielsweise ein Redner aus. Das Projekt sei überdimensioniert, wecke Befürchtungen über zusätzliche Einschränkungen und Schutzauflagen und schränke die Eigeninitiative ein, wurde argumentiert. Es wurde gar ein Rückweisungsantrag gestellt. Dieser konnte allerdings aus formellen Gründen nicht entgegen genommen werden.

pd/bep