STERBEHILFE: Suizidhilfe: Wer darf sterben?

Der Bundesrat will die organisierte Suizidhilfe massiv einschränken. Sie soll nur noch für schwerstkranke, unmittelbar vor dem Tod stehende Menschen gelten. Abt Martin Werlen ist anderer Meinung.

Drucken
Teilen
Abt Martin Werlen, Vorsteher des Klosters Einsiedeln. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Abt Martin Werlen, Vorsteher des Klosters Einsiedeln. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Losung «Hauptsache, man ist gesund» müsse hinterfragt werden. «Die Moral verlangt keine Therapie um jeden Preis. Ausserordentliche oder zum erhofften Ergebnis in keinem Verhältnis stehende aufwendige und gefährliche medizinische Verfahren einzustellen, kann berechtigt sein», sagte Abt Martin Werlen in einem Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung. Chronisch Kranke, psychisch Leidende und lebenssatte Betagte dürfen somit nicht mehr freiwillig aus dem Leben scheiden. Die Sterbehilfeorganisationen laufen Sturm gegen diese Pläne.

Die Sterbehilfe-Diskussion wird nun auch im Club aufgenommen und diskutiert, u.a. mit Abt Martin Werlen.

rem/kk

Hinweis:
Club: Suizidhilfe: Wer darf sterben – und wer nicht? Dienstag, 3. November 2009, 22.20 Uhr, SF 1