STEUERN: Schlägt das Steuerpendel zurück?

Die Schwyzer Regierung will Gutverdienende stärker zur Kasse bitten. Auch in Luzern und Uri wird über höhere Steuern diskutiert. Eine Trendwende?

Rainer Rickenbach
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Zentralschweizer Kantone brauchen mehr Geld - vielleicht muss der Steuerzahler dafür tiefer ins Portemonnaie greifen. (Bild: Archiv / Keystone)

Zentralschweizer Kantone brauchen mehr Geld - vielleicht muss der Steuerzahler dafür tiefer ins Portemonnaie greifen. (Bild: Archiv / Keystone)

Jahrelang kannte die Steuerbelastung in den Zentralschweizer Kantonen nur eine Richtung - nach unten. Im Kanton Luzern etwa wurden die zuvor gebeutelten Steuerzahler in den letzten 15 Jahren um über 25 Prozent entlastet. Doch nach diversen Sparrunden scheint für einige Luzerner Regierungsräte nun das Mass voll zu sein: Die beiden CVP-Magistraten Guido Graf und Reto Wyss kündigten an, eine mögliche Steuererhöhung am Regierungstisch diskutieren zu wollen. Sollte sich die Regierung tatsächlich auf höhere Steuern einigen, hat der Kantonsrat im Herbst das letzte Wort dazu.

Uri hat grosse Investitionen

Auch der Urner Finanzdirektor Josef Dittli mag eine Steuererhöhung für das kommende Jahr nicht ausschliessen. Der Grund: Uri steht vor grossen Investitionen. Die Schwyzer Regierung ist bereits einen Schritt weiter: Sie schlägt vor, ab 2014 Gutverdienende stärker zur Kasse zu bitten. Stabil ist die Steuersituation in Zug, Nidwalden und Obwalden. Der Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin sagt: «Es ist schon möglich, dass einige Kantone bei den Steuersenkungen übersteuert haben und das nun korrigieren müssen.»