STEUERWETTBEWERB: Luzern und Obwalden locken Firmen an

Der Steuerwettbewerb in der Schweiz funktioniert. Die Kantone in der Schweiz buhlen mit tiefen Steuern um Firmen. Luzern und Obwalden sind vorne mit dabei.

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Die Kantone Luzern, Obwalden und Zug als Steueroasen für Firmen. (Bild pd)

Die Kantone Luzern, Obwalden und Zug als Steueroasen für Firmen. (Bild pd)

Die Kantone liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wer für Firmen die niedrigsten Steuern bereithält. Entgegen dem weltweiten Trend sinken in der Schweiz die Steuern für Firmen weiter. Ein Ende des Wettrennens ist nicht in Sicht.

Zug: Trotz mehr Wegzügen noch immer Top
In den letzten 5 Jahren sind in der Schweiz über 18'000 Firmen umgezogen. Bei jedem zweiten Unternehmen war die tiefere Steuerbelastung der ausschlaggebende Grund, um wegzuziehen, wie moneyhouse.ch bei einer Befragung von 1'250 Firmen feststellte. Zu den Gewinnern gehören unter anderem die Kantone Luzern (216 zugezogen, 147 weggezogen) und Obwalden (80 zugezogen, 77 weggezogen). Im Kanton Zug sind 496 Firmen zugezogen und 561 weggezogen. Denoch bleibt Zug weiterhin ein steuergünstiger Ort für Unternehmen.

Die Untersuchung ergab weiter, dass 43 Prozent aller Firmen, die in den letzten 5 Jahren von einem Kanton in einen anderen umgezogen sind, gar keine Mitarbeiter beschäftigen. Meist sind es Unternehmens- und Steuerberater, Treuhänder oder Immobilienmakler. Gerade mal 4 Prozent beschäftigen zehn oder mehr Mitarbeiter.

pd/ks