Stier «Wumbro» aus dem Tierpark Goldau stellt gleich zwei Rekorde auf

Der Wisent-Stier «Wumbro» trägt einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung seiner Art bei. Und er bricht gleich zwei Rekorde: er ist das schwerste Tier des Tierparks Goldau und der älteste Wisent-Stier Europas.

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Wumbro im Tierpark Goldau.

Wumbro im Tierpark Goldau.

Bild: Natur- und Tierpark Goldau

(rai) Der braune, zottelige Wisent-Stier aus dem Tierpark Goldau wird auch als «sanftmütiger Riese mit Europa-Rekord» bezeichnet. Denn der Stier namens Wumbro stellt mit seinen 20 Jahren den Altersrekord in Europa auf, wie der Tierpark mitteilt. Natürlich merke man ihm sein Alter hin und wieder an, «zum Beispiel, wenn das Aufstehen nach einer Ruhepause nicht mehr ganz so elegant funktioniert.» Doch beginnt die Paarungszeit, so benimmt sich Wumbro wieder wie in seinen besten Jahren.

Nicht nur sein stolzes Alter stellt einen Rekord auf, auch sein Gewicht zeichnet ihn aus. Denn Wumbro ist das schwerste Tier im Natur- und Tierpark Goldau, wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst. So könne der starke Stier mit seinen Hörnern schwere Bäume, an denen er gerne knabbert, mühelos heben.

Wumbro ist der älteste Wisent-Stier in Europa.

Wumbro ist der älteste Wisent-Stier in Europa.

Bild: Natur- und Tierpark Goldau

Der Natur- und Tierpark Goldau trägt mit Wumbro auch zum Erhalt der Wisents (oder europäischen Bisons) bei. Denn innerhalb eines koordinierten Zuchtprogramms habe der Park bereits Tiere in der Slowakei, Rumänien und Polen ausgewildert. Die Nachkommen von Wumbro seien dort Gründertiere neuer Herden. Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Tiere in freier Wildbahn komplett ausgestorben. Dank Tierparks, Schutzgebieten und der Erhaltungszucht können in der Zwischenzeit wieder 2000 Tiere in der freien Wildbahn und 1000 in Zuchtgehegen und Tierparks gezählt werden.

Das Wisent-Kalb ist ein Nachkommen von Stier Wumbro.

Das Wisent-Kalb ist ein Nachkommen von Stier Wumbro.

Bild: Natur- und Tierpark Goldau

Dass der Natur- und Tierpark Goldau Wisente hält und züchtet, ist dem Sturm Lothar 1999 zu verdanken. Durch seine Schäden entstand frei gewordenes Gelände, auf dem dann einige Jahre später eine Wisent-Anlage – mit Wumbro als Gründertier der neuen Herde – entstanden ist.