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STOOS: Die wilde Fahrt am Stoos

Mit dem Pistenbully sorgt Reto Betschart für gute Pisten auf dem Stoos. Das erfordert die volle Konzentration des 24-Jährigen.
Sandro Portmann
Reto Betschart steuert den Pistenbully durch den Schnee. «Das ist schon ein Bubentraum von mir», sagt er. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)

Reto Betschart steuert den Pistenbully durch den Schnee. «Das ist schon ein Bubentraum von mir», sagt er. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)

Reto Betschart steuert den Pistenbully durch den Schnee. «Das ist schon ein Bubentraum von mir», sagt er. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)

Reto Betschart steuert den Pistenbully durch den Schnee. «Das ist schon ein Bubentraum von mir», sagt er. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)

Wenn andere Feierabend machen, beginnt er seine Arbeit. Reto Betschart ist Pistenbully-Fahrer auf dem Stoos. Bei Vollbetrieb sind fünf Fahrer im Stoos-Gebiet unterwegs und präparieren die Pisten für die Gäste. Alle Fahrer haben ein Ziel: «Dass die Gäste eine Piste vorfinden, die eine gute Gattung macht», definiert Betschart und ergänzt. «Sind die Gäste zufrieden, dann sind wir das auch.»

Um 8 Uhr ist Piste bereit

Und dafür arbeitet er eben in der Nacht. Bei schönem Wetter beginnt sein Arbeitstag gegen 17 Uhr. Er fährt dann bis etwa 23 Uhr mit dem Bully durch den Schnee. Bei schlechtem Wetter, vor allem wenn es schneit, fängt er früher an. Dann nimmt er bereits die

3-Uhr-Bahn vom Schlattli auf den Stoos und steigt gegen 4 Uhr in den Bully. Erste Priorität haben dann das Dorf, der Schlepplift und die Pisten beim Fronalpstock, dann arbeitet er sich weiter Richtung Klingenstock. Wenn die ersten Skilifte der Region gegen 8 Uhr ihren Betrieb aufnehmen, muss er fertig sein.

Vertrauen in die Maschine

«Es ist schon ein Bubentraum von mir», sagt Betschart, während er im Schritttempo durch den Schnee fährt. Rund 20 Kilometer pro Stunde schafft der rund 4 Meter hohe Pistenbully in etwa. Schon nach wenigen Metern kommt die erste Steigung. Diese bekommt auch Betschart deutlich zu spüren. Denn sie drückt den Fahrer tief in den Sitz, während das Raupenfahrzeug sich gemächlich Platz nach oben verschafft. Angst habe er keine, wie er sagt: «Ich vertraue der Maschine voll und ganz.» Dieses Vertrauen braucht er auch. Denn das rote Ungetüm hat kein Bremspedal wie ein herkömmliches Auto. «Die Geschwindigkeit reduziere ich mit dem Gaspedal», sagt der 24-Jährige. Immerhin: Eine Handbremse hält den Pistenbully auf Wunsch an Ort und Stelle. So ganz vergleichbar mit dem Autofahren ist die Arbeit von Betschart nicht. «Es ist breiter als ein Auto, und es braucht mehr Gefühl. Die Steuerung über das Lenkrad ist sehr sensibel», sagt er.

Es ist die zweite Saison für ihn hier als Pistenbully-Fahrer auf dem Stoos. Das bedeutet, dass er heuer zum ersten Mal auch mit der Seilwinde arbeiten darf. Diese kommt zum Einsatz, wenn die Steigung zu gross wird. Dann zieht sich das Fahrzeug am Seil entlang nach oben. «Dazu brauchen wir oben einen Fixpunkt», erklärt Betschart.

Volle Konzentration

Doch ganz ungefährlich ist diese Arbeit als Bully-Fahrer nicht. Das Fahrzeug könnte auch eine Lawine auslösen. «Es ist wichtig, dass wir nicht einfach drauflos fahren», sagt Betschart. Bei unsicheren Verhältnissen klären die Fahrer jeweils ab, ob es eine Sicherheitssprengung durch den Pistendienst braucht. Grosse Konzentration wird auch verlangt, wenn die Sicht schlecht ist und es Nebel hat. «Wenn das Gefälle grösser wird und die Sicht am Abend schlecht ist, dann hört der Bubentraum auf», sagt Betschart. Trotzdem: Die Arbeit gefalle ihm, wie er sagt. «Sie ist nicht eintönig. Jede Piste ist anders – auch nach der zweiten Saison ist es spannend.» Hinzu komme das herrliche Panorama hier. Dann setze er sich auch schon mal hin, und fange das Bild mit seinem Handy ein. Er hofft nun, dass es so richtig zu schneien beginnt.

Der Pistenbully auf dem Stoos. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)

Der Pistenbully auf dem Stoos. (Bild: Sandro Portmann / Neue SZ)

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