STOOS: Franz Heinzer weiht eigene Abfahrtspiste ein

Die neue Skipiste am Klingenstock wurde am Samstag vor vielen Wintersportfans eröffnet. Sie ist nach Abfahrtsweltmeister Franz Heinzer benannt.

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Franz Heinzer (links) und Bruno Lifart von den Stoosbahnen bei der Eröffnung der neuen Piste am Klingenstock. (Bild Heidi Ulrich)

Franz Heinzer (links) und Bruno Lifart von den Stoosbahnen bei der Eröffnung der neuen Piste am Klingenstock. (Bild Heidi Ulrich)

Zusammen mit der längsten Sechsersesselbahn der Zentralschweiz entstand im Dezember 2007 auch ein neues Skigebiet auf dem Stoos. Nicht nur die Wintersportgäste können sich über diese Verlängerung und Verbreiterung der Pisten freuen, sondern auch für die Skirennfahrer wurde es anspruchsvoller und attraktiver. Und damit der Stoos auch noch interessanter wird für Nachwuchsrennsportler und auch als Austragungsstätte für Skirennen, entschloss man sich vor rund einem Jahr zum Bau einer neuen Rennstrecke.

Der Abfahrtsweltmeister von 1991, Franz Heinzer, hat am Samstag offiziell die neue FIS-homologierte Trainings- und Rennstrecke eröffnet. Diese wurde auch nach ihm benannt. Die Rennstrecke wurde nach FIS-Richtlinien gebaut und weist daher einen hohen Sicherheitsstandard auf. «Am wichtigsten waren mir die Sicherheit der Fahrer und perfekte Trainingsbedingungen. Zudem ist es natürlich optimal, dass wir trotz der Rennstrecke den reibungslosen Betrieb in Abfahrt und Super-G parallel zum normalen Pistenbetrieb mit den Besuchern gewährleisten können», sagte Franz Heinzer.

Gekribbelt in den Beinen
Die neue Rennpiste startet auf 1935 Metern über Meer und weist eine Höhendifferenz von 503 Metern auf. Sie ist 1780 Meter lang und wird durchschnittlich in einer Zeit von 1 Minute, 10 Sekunden gefahren. «Eine hervorragende Trainings- und auch Wettkampfpiste. Und wenn dann beim jetzigen Ziel auch noch der geplante weite Sprung eingebaut wird, ist die Strecke auch Europacup-tauglich», so Franz Heinzer.

Der Abfahrtsweltmeister selbst hat die Piste als Erster getestet. Er machte am Wochenende eine Kamerafahrt. «War das ein Gefühl! Seit mehreren Jahren bin ich nicht mehr so aktiv auf einer Rennstrecke gefahren – es hat richtig gekribbelt in den Beinen», so Heinzer.

Heidi Ulrich

Weitere Infos zur Piste am Dienstag im «SportJournal».