Stoosbahn: «Wir wollten keine Unruhe stiften»

Im April war die Stoosbahn in Gefahr: Steinschlag. Es wurde eine teure Felsreinigung angeordnet. Die Öffentlichkeit wusste nichts davon.

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Bruno Lifart, Verwaltungsratsdelegierter der Schwyz-Stoos-Fronalpstock AG. (Archivbild Andreas Oppliger/Neue SZ)

Bruno Lifart, Verwaltungsratsdelegierter der Schwyz-Stoos-Fronalpstock AG. (Archivbild Andreas Oppliger/Neue SZ)

Über dem Gleis der Stoosbahn drohte im vergangenen Frühjahr Steinschlag. Die Neue SZ sprach darüber mit Bruno Lifart, dem Verwaltungsratsdelegierten der Schwyz-Stoos-Fronalpstock AG.

Warum wurde damals der Bahnbetrieb nicht vorübergehend eingestellt?
Bruno Lifart: Es herrschte nicht Felssturzgefahr, wie Ihre Zeitung gestern berichtete, sondern da war ein Steinschlagrisiko. Es wurde vom Geologen als so stark beurteilt, dass wir ultimativ handeln mussten. Das war am 8. April, in der letzten Betriebswoche, bevor die Bahn wegen Revisionsarbeiten ohnehin eingestellt wurde. Am 13. April war Saisonschluss. Während der Revisionszeit, als die Bahn nicht fuhr, wurde die Felssicherung sofort angegangen.

Warum wurde damals die Öffentlichkeit nicht über die Gefahr informiert?
Lifart: Wir wollten keine Unruhe stiften. Wir hatten den Geologen gefragt, ob wir noch weiterfahren dürften. Er war der Meinung, dass man aufgrund der ersten Grobsäuberung des Felses und der eingeleiteten Massnahmen das Weiterfahren verantworten könne.

Welcher Abschnitt der Stoosbahn war durch Steinschlag gefährdet?
Lifart: Die Partie unterhalb des Portals des unteren Tunnels. Dort sind jetzt auch zwei Steinschlagnetze zu sehen. Ein bestehendes Netz wurde durch ein wesentlich grösseres ergänzt. Man sieht es allerdings von der Bahn aus kaum, es ist fast senkrecht über dem Tunnelportal angebracht. Zudem wurden an anderer Stelle zwei weitere Steinschlagnetze angebracht.

Interview von Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.