Stoosbahnen planen zwei zusätzliche Tunnels

Das Streckenprofil für die neue Stoosbahn ist definitiv festgelegt. Gegenüber der ursprünglichen Variante wird das Trassee bis zu 15 Meter tiefergelegt.

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Im Informationspavillon beim Balmberg. (Bild: Ernst Zimmerli)

Im Informationspavillon beim Balmberg. (Bild: Ernst Zimmerli)

Visualisierung der neuen Stoosbahn. (Bild: pd)

Visualisierung der neuen Stoosbahn. (Bild: pd)

Weiterer Meilenstein für die geplante neue Erschliessung des Bergdorfes Stoos. Wie die Bergbahnen Stoos AG am Donnerstag informierten, ist die Nutzungsplanung für das Gebiet, auf dem die neue Stoosbahn zu stehen kommen soll, genehmigt. Wie der Morschacher Gemeindepräsident Silvan Kälin an der Medienkonferenz im neuen Pavillon bei der künftigen Bergstation beim Balmberg erläuterte, gilt die zweckbestimmte Zone entlang der Strecke ausschliesslich für die Erschliessung der Stoosbahn. «Andere Nutzungen wie beispielseweise Ferienhäuser oder Chalets sind nicht erlaubt», so Kälin.

Tiefgarage statt Pfählung

Die geologischen Abklärungen haben ergeben, dass für die Stabilisierung der Talstation eine Pfählung notwendig wäre. Statt einer Pfählung haben sich die Projektverantwortlichen entschlossen, dass die gleiche Funktion von einer Tiefgarage übernommen werden soll. Wie der Delegierte des Verwaltungsrates, Bruno Lifart, ausführte, sind ca. 62 Parkplätze geplant. Diese müssen jedoch «mindestens selbstragend sein und dürfen das Budget nicht belasten».

Naturgefahren möglichst minimieren

Definitv festgelegt ist inzwischen das genaue Streckenprofil der neuen Stoosbahn. Die bisher geplante Linie wurde um einige Meter – maximal sind es 15 Meter – tiefergelegt. Damit werden zwei zusätzliche Tunnels mit einer Länge von 245 und 80 Meter notwendig. «Mit diesen Tunnels können wir den Naturgefahren im Steilhang so gut wie möglich ausweichen», sagte Lifart. Zusammen mit dem bereits ursprünglich vorgesehenen 220 Meter langen Tunnel unter dem Schwimmbad Stoos werden es also insgesamt drei Tunnels sein.

Im Informationspavillon beim Balmberg. (Bild: Ernst Zimmerli)

Im Informationspavillon beim Balmberg. (Bild: Ernst Zimmerli)

Durch die Tieferlegung des Trassees werden zwei Brücken eingespart. Des weiteren werden auch die grossen Geländeeinschnitte im Steilhang weitgehend entfallen. Lifart geht davon aus, dass die zusätzlichen Tunnels durch das Wegfallen der Brücken, der weniger grossen Geländeeinschnitten kostenneutral sein werden. An den bisherigen Kosten von rund 40 Millionen Franken für die neue Stoosbahn wird demnach weiterhin festgehalten.

Ambitiöser Zeitplan

Der weitere Zeitplan für die Realisierung der neuen Stoosbahn hängt stark von der Bezirksabstimmung vom 11. März ab. Dann nämlich werden die Schwyzer über einen Investitions-Kredit von 5 Millionen Franken befinden. Sollten die Schwyzer Stimmbürger diesem Kredit nicht zustimmen, so würde die Realisierung des Projektes nach Angaben von Lifart nicht hinfällig, aber «ganz schwierig». Bereits zugesichert sind 5 Millionen Franken der Gemeinde Morschach und 10 Millionen Franken vom Bund. Sollte auch der Bezirk Schwyz zustimmen, so stünde das Projekt mit einem Sockelbeitrag von 20 Millionen Franken auf gesunden Beinen. Die restlichen 20 Millionen werden von der Stoosbahnen Schwyz AG finanziert.

Bruno Lifart steht den Medien Red und Antwort. (Bild: Ernst Zimmerli)

Bruno Lifart steht den Medien Red und Antwort. (Bild: Ernst Zimmerli)

Eröffnung im November 2014

Noch im Januar wollen die Stoosbahnen das Planungsbewilligungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr einreichen.Sollte alles gutgehen, so könnte bereits Ende Sommerferien mit den ersten Arbeiten begonnen werden. Die Bauzeit hängt von verschiedenen Faktoren ab (Boden-/Felsbeschaffenheit, Witterung), Lifart geht aber von rund 2 Jahren aus. Die Eröffnung der neuen Stoosbahn ist im November 2014 geplant.

Ernst Zimmerli