STRAFGERICHT: Cognacflasche diente als Waffe

Schwere Körperverletzung mit Gefährdung des Lebens oder bloss ein Gerangel zwischen zwei betrunkenen Asylbewerbern? Das Strafgericht musste dies klären.

Merken
Drucken
Teilen

Das Strafgericht Schwyz verhandelte gestern den Fall eines Asylbewerbers aus Algerien. Dieser hat im Oktober 2007 in einer Küssnachter Asylunterkunft einen Streit mit einem seiner Mitbewohner angefangen. Der Grund: eine CD. In stark alkoholisiertem Zustand ist er mit einem abgebrochenen Flaschenhals einer Cognacflasche auf den Mitbewohner losgegangen und hat diesen in unmittelbare Lebensgefahr gebracht. So steht es in der Anklageschrift.

Der 34-jährige Mann blieb der Verhandlung fern. Sein Aufenthaltsort ist zurzeit ungewiss. Er hatte jedoch zu einem früheren Zeitpunkt bei der Polizei ausgesagt, dass sich der Geschädigte die Verletzungen selbst zugefügt habe.

Die Tatwaffe, der abgebrochene Flaschenhals, konnte von der Polizei nicht gefunden werden. «Das Strafmass muss deshalb weit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft liegen», beantragte der Verteidiger.
Das Urteil wird schriftlich mitgeteilt.

Laura Zambelli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.