STRAFGERICHT: Gersauer Bankräuber erhält bedingte Strafe

Der Bankräuber von Gersau – er war mit einer Bohrmaschine auf Beutefang – wurde verurteilt. Die Richter folgten den Anträgen des Verteidigers nur zum Teil.

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(Karikatur Jals/Neue LZ)

(Karikatur Jals/Neue LZ)

Im Prozess vor dem Schwyzer Strafgericht hatte der Verteidiger des Täters eine Drohung für Leib und Leben bestritten. Da sei ja keine Waffe im Spiel gewesen, auch hätten die Angestellten hinter einer schusssicheren Scheibe gestanden. Nun aber ist das Gericht diesen Argumenten nicht gefolgt, wie das gestern veröffentlichte Urteil zeigt. Die Richter sind «überzeugt, dass die Bankangestellten im Plastiksack eine Waffe vermuteten und sich trotz der Panzerglasscheibe durchaus ernsthaft bedroht fühlten».

Darum sprach das Gericht den Angeklagten in diesem Punkt der räuberischen Erpressung schuldig. Der Mann wurde mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten bestraft, «vor allem, weil der Angeklagte nicht einschlägig vorbestraft ist», wie das Gericht schreibt.

Maskiert hatte der Mann im April 2008 die Gersauer Filiale der Schwyzer Kantonalbank überfallen und dabei 23'000 Franken erbeutet. Bedroht hatte er die Bankangestellten mit einer durch einen Plastiksack abgedeckten Bohrmaschine.

Bert Schnüriger/Neue SZ