STRAFGERICHT: Messerstecher muss ins Gefängnis

Das Strafgericht des Kantons Schwyz hat einen 24 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia verurteilt. Der Mann muss wegen versuchter vorsätzlicher Tötung für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

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Im Prozess vom vergangenen 8. Juli war es um einen Streit gegangen, der vor einem Jahr in der Asylunterkunft Küssnacht blutig geendet hatte. Der Angeklagte hatte mit einem auf einen anderen Asylbewerber eingestochen. Der Staatsanwalt hatte dafür eine fünfjährige Freiheitsstrafe gefordert, der Verteidiger einen Freispruch.

«Mit einiger Kraft»
Die Richter kamen jetzt zur Überzeugung, dass der Angeklagte mit dem Messerstich eine tödliche Verletzung in Kauf nahm. Der Stich drang laut Operationsbericht beim Opfer 10 Zentimeter weit bis zum Bauchfell in den Körper ein. «Um bis zum Bauchfell vorzudringen, ist eine erhebliche Kraftaufwendung erforderlich», schreibt das Gericht. Somit habe der Angeklagte nicht nur «gestüpft», wie er geltend machte, «sondern mit einiger Kraft zugestochen».

sab