STRAFGERICHT SCHWYZ: Messerstecher muss ins Gefängnis

Erst schlug er sie nieder, danach stach er dreimal auf sein Opfer ein. Dafür bekam ein 23-Jähriger nun 10 Monate unbedingt.

Irene Infanger
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In diesem Wohnblock stach der junge Mann mit einem Taschenmesser auf die Hauswartin ein. (Bild Bert Schnüriger)

In diesem Wohnblock stach der junge Mann mit einem Taschenmesser auf die Hauswartin ein. (Bild Bert Schnüriger)

Das Strafgericht Schwyz behandelte am Mittwoch einen Fall, der Anfang Jahr ein grosses Echo in den Medien auslöste. Ein heute 23-Jähriger stach wegen einer Bagatelle auf seine Hauswartin ein, nachdem er ihr erst einen Faustschlag ins Gesicht verpasste. Er fühlte sich von ihr nicht ernst genommen, wie die Staatsanwaltschaft vor Gericht sagte. Der ausländische Staatsangehörige befand sich vor der Tat in einer unbefriedigenden Situation. Wegen seiner Arbeitslosigkeit war er finanziell gänzlich von seinem Schwiegervater abhängig. Als sich dann die Haushälterin auch noch beim Schwiegervater statt bei ihm über herumliegende Zigarettenstummel beschwerte, kam es zum Ausraster.

Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte reuig und entschuldigte sich mehrmals für seine Tat. Es sei nie seine Absicht gewesen, die 45-Jährige schwer zu verletzen oder gar zu töten. Doch gerade darüber war man sich am Gericht uneins. Am Ende sah es das Strafgericht als erwiesen an, dass es sich bei der Tat um ein schweres Delikt handelte. Es verurteilte den Angeklagten unter anderem wegen versuchter schwerer Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, 10 davon unbedingt.