STRAFGERICHT SCHWYZ: Schülerinnen ziehen Lehrer vor Gericht

Ein 58-jähriger Lehrer ist wegen sexueller Handlungen mit Kindern angeklagt. Er selbst sieht sich als Opfer, nicht als Täter.

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Zwei Schülerinnen, die zwischen 2002 bis 2004 bei dem inzwischen arbeitslosen Lehrer zur Schule gingen, werfen ihm vor, sie mehrfach an Rücken, Schulter, Bauch und Brust berührt zu haben. Eines der Opfer soll über zwei Jahre lang vom Lehrer belästigt worden sein.

Erst als der Mann 2004 von der 13-jährigen Schülerin schriftlich aufgefordert worden sei, die Handlungen einzustellen, habe er sie in Ruhe gelassen. Laut Anklageschrift griff der Lehrer aber auch einer anderen Primarschülerin mehrmals an die Brust, Gesäss und Scheide.

Der Ausserschwyzer bestreitet, die Taten begangen zu haben. «Schule geben bringt Nähe», sagte er am Freitag vor dem Strafgericht. Niemals hätte er Schülerinnen aus sexuellen Motiven angefasst. Vielmehr sieht er die Anklage als ein gegen ihn gerichtetes Komplott.

Der Staatsanwalt verlangt einen Schuldspruch mit einer Geldstrafe von 200 Tagessätzen à 140 Franken, einer Busse von 3000 Franken und einem bedingten Vollzug von drei Jahren. Der Verteidiger plädiert auf Freispruch.
Das Urteil wird den Parteien schriftlich zugestellt.

Irene Infanger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.