STRAFVERFAHREN: Tierschützer melden einen Rekordstand

Die Zahl der Strafverfahren wegen Tierquälerei nimmt dramatisch zu. Für die Tierschützer ist das ein gutes Zeichen.

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Glückliche Kühe auf freiem Feld. Dem Tierschutz werde mehr Nachdruck verliehen, so die Stiftung Tier im Recht. (Archivbild Markus von Rotz/Neue NZ)

Glückliche Kühe auf freiem Feld. Dem Tierschutz werde mehr Nachdruck verliehen, so die Stiftung Tier im Recht. (Archivbild Markus von Rotz/Neue NZ)

Es ist ein trauriger und zugleich erfreulicher Rekord: 955 Strafverfahren haben die Kantone letztes Jahr gegen Tierquäler eingeleitet – so viel wie noch nie. Traurig ist, dass in jedem einzelnen Fall ein Tier leiden musste. Der Tierschutz wertet die Zahl trotzdem positiv, denn offenbar werden Verstösse gegen das Tierschutzgesetz heute schneller angezeigt. «Wir haben schon den Eindruck, dass der politische Druck auf die Tierquälerei zunimmt», sagt Michelle Richner von der Stiftung «Tier im Recht».

Die Situation in den einzelnen Kantonen präsentiert sich aber sehr unterschiedlich, wie Richner darlegt. In Luzern sank die Zahl der Strafverfahren von 38 im Jahr 2008 auf gerade noch 7 Fälle im vergangenen Jahr. Ein starker Anstieg gab es im Zug (2008: 3, 2009: 13). Während aus dem Kanton Uri gar kein Fall nach Bern gemeldet wurde sind die Verhältnisse in Schwyz mit 7, Obwalden mit 5 und Nidwalden mit 3 Fällen im vergangenen Jahr weitgehend konstant geblieben.

Jürg Auf der Maur

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.