STRAFVOLLZUG: Zentralschweizer Gefängnisse am Limit

Alle Gefängnisse in der Zentralschweiz sind voll. Die Folge: Verurteilte kommen auf eine Warteliste.

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Hinter Gittern: ein Häftling in seiner Zelle. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Hinter Gittern: ein Häftling in seiner Zelle. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Das ist beunruhigend: Die Gefängnisse in der Zentralschweiz haben zu wenig Platz. Verurteilte warten manchmal monatelang, bis sie ihre Strafe antreten können. Im Gebiet Zentral- und Nordwestschweiz fehlen bis zu 100 Gefängnisplätze, schätzt der Schwyzer Regierungsrat Peter Reuteler, Präsident der Zentralschweizer Polizeidirektorenkonferenz.

Fussfesseln als Lösung?
Ende November nun wollen die Zentralschweizer Justiz- und Polizeidirektoren an einer Konferenz nach Lösungen suchen. Präsident Peter Reuteler sieht verschiedene Lösungsansätze:

  • den Ausbau von bestehenden Gefängnissen;
  • die Einführung von elektronischen Fussfesseln, dank denen kurze Haftstrafen zu Hause verbüsst werden könnten;
  • die Spezialisierung der Gefängnisse. Eines würde zum Beispiel nur Ausschaffungshäftlinge aufnehmen, ein anderes nur den offenen Vollzug anbieten. Laut Reuteler liessen sich so Räumlichkeiten einsparen.

bin

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Neuen Luzerner Zeitung» vom 4. November 2010.