STRASSENBAU: Ingenbohl erhebt Einsprache gegen Axen-Projekt

Der Gemeinderat von Ingenbohl hat gegen das Projekt für eine neue Axenstrasse zwischen Brunnen und Sisikon Einsprache erhoben. Er begründet dies damit, dass noch Gespräche zu den Rahmenbedingungen während der Bauzeit geführt werden müssten.

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Die Umrisse der überirdischen Bauten der neuen Axenstrasse werden durch die Profile sichtbar. (Bild: PD)

Die Umrisse der überirdischen Bauten der neuen Axenstrasse werden durch die Profile sichtbar. (Bild: PD)

In der Mitteilung vom Freitag betont der Gemeinderat, dass er den Ausbau der Nationalstrasse begrüsse und unterstütze. Dieser sei notwendig, weil nur damit langfristig die Verkehrssicherheit und Funktionstüchtigkeit der Axenstrasse gewährleistet werden könne.

Dennoch hat der Gemeinderat Einsprache gegen das Auflageprojekt erhoben. Diese sei vorsorglich und aus zeitlichen Gründen nötig, damit in Gesprächen noch offene Fragen geklärt werden könnten.

Dabei geht es gemäss der Mitteilung vor allem für die Rahmenbedingungen während der Bauphase. Auf dem Gemeindegebiet kommt ein Grossteil der Installationen und Baustellenzufahrten zu liegen. Der Ausbau der Axenstrasse dürfte bis zu acht Jahren dauern.

Ab 2017 soll zwischen Ingenbohl und Sisikon eine neue, knapp acht Kilometer lange Strasse gebaut werden. Das Projekt sieht zwei neue Tunnels und dazwischen einen kurzen offenen Hangabschnitt vor. Die Eröffnung ist für 2025 vorgesehen.

Der Bau der neuen Strasse mit zwei Tunnels kostet geschätzte 980 Millionen Franken. Hinzu kommt die Sanierung der bestehenden Strasse für weitere 240 Millionen Franken. Der Bund bezahlt rund 94 Prozent des Neubau-Projekts, die beiden Kantone Uri und Schwyz übernehmen den Rest. (sda)