STRASSENBAU: Neuer Anlauf für Verkehrsplanung um Pfäffikon

Die Umfahrung von Pfäffikon wird nicht realisiert. Dies hat das Schwyzer Baudepartement am Montag mitgeteilt. Für die Lösung der Verkehrsprobleme im Bezirk Höfe wird nun ein neuer Anlauf genommen.

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Die Umfahrung Pfäffikon ist Geschichte. Derzeit prüft das Baudepartement ein Vorprojekt für eine neue Zufahrtsstrasse zum Autobahnanschluss Halten. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Die Umfahrung Pfäffikon ist Geschichte. Derzeit prüft das Baudepartement ein Vorprojekt für eine neue Zufahrtsstrasse zum Autobahnanschluss Halten. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Der Regierungsrat und die Gemeinde Freienbach seien übereingekommen, das Bauprojekt Umfahrung Pfäffikon nicht weiterzuverfolgen, teilte das Baudepartement mit. Damit bestehe für die weiteren Planungsarbeiten eine klare Ausgangslage.

2004 hatte der Kanton mit Freienbach und Wollerau den Masterplan Höfe unterzeichnet. Zentrales Element darin war die Umfahrung von Pfäffikon. Darauf wurde ein Projekt ausgearbeitet. Demnach sollte die Umfahrung den Bahngleisen folgen und in einem 430 Meter langen Tunnel das Bahnareal unterqueren.

Das Vorprojekt ging von Kosten von 133 Millionen Franken aus. Der Kanton sollte davon 62 Prozent tragen, der Rest sollte von Freienbach übernommen werden. Als das Bauprojekt ausgearbeitet wurde, stellte sich aber heraus, dass das Vorhaben wegen des schlechten Baugrundes mehr als doppelt so viel kosten dürfte.

Blockade

Das Projekt Umfahrung Pfäffikon wurde deshalb 2010 sistiert. Im gleichen Jahr lehnten die Freienbacher Stimmberechtigten einen Projektierungskredit für einen Zubringer zur Autobahn in Wollerau ab.

Damit seien zwei Pfeiler der Verkehrsoptimierung in Frage gestellt worden, schreibt das Baudepartement. Mit dem Entscheid, auf die Umfahrung Pfäffikon zu verzichten, sei der Weg für eine ganzheitliche Lösung wieder frei gemacht worden.

Der Kanton und die Gemeinden des Bezirks Höfe wollen ihre Zusammenarbeit für eine Lösung der Verkehrsprobleme fortsetzen. Für den Kanton habe die Entlastung von Pfäffikon Priorität, teilte das Baudepartement mit.

Geprüft werden rasch umsetzbare Massnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses in Pfäffikon. Zudem startet Anfang 2014 eine Testplanung für Pfäffikon Ost. Ferner ist der Ausbau des Autobahnanschlusses Halten zum Vollanschluss und der Bau eines leistungsfähigen Zubringers aufgegleist. (sda)

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