STRASSENBAUPROGRAMM: Die Autofahrer werden zur Kasse gebeten

Mehrere grosse Projekte des Kantons im Strassenbau rücken näher. Damit wird aber auch klar, dass dafür der Autofahrer tiefer in die Tasche greifen muss.

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Baudirektor Lorenz Bösch. (Bild Corinne Glanzmann/Neue SZ)

Baudirektor Lorenz Bösch. (Bild Corinne Glanzmann/Neue SZ)

Der Regierungsrat hat soeben sein Strassenbauprogramm für die nächsten 15 Jahre überarbeitet. Dieses Programm wird jedes Jahr erneuert und dem Kantonsrat zur Kenntnis gebracht. Dieses Jahr erhält der Kantonsrat nicht nur eine Liste der möglichen Realisierungstermine. Dieses Jahr wird dem Kantonsrat für die Projekte auch die Rechnung präsentiert. Denn die Hauptrolle im neuen Strassenbauprogramm spielen Grossprojekte wie die Umfahrung Pfäffikon oder die Fertigstellung der H 8 bei Biberbrugg. Neun solche Grossprojekte sollen in den nächsten zehn Jahren verwirklicht werden und zusammen rund 360 Millionen Franken kosten.

140 Millionen Strassenbauschuld
Der Kanton zahlt die Strassenbauten aus seiner separaten Strassenbaurechnung. Sie wird gespeist von Mineralölsteuern, von der LSVA und den Einnahmen des kantonalen Verkehrsamts, das unter anderem auch die Motorfahrzeugsteuern erhebt. Derzeit liegen zwar 5,2 Millionen Franken in der Strassenbaukasse. «Die sehr grossen anstehenden Investitionen im Strassenbau werden die Strassenbauschuld in den Jahren 2017 bis 2019 auf die Höhe von rund 140 Millionen Franken anwachsen lassen», kündigt jetzt der Regierungsrat an. Nebst anderen Massnahmen schlägt darum der Regierungsrat eine erneute Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern vor. Sie sollen für die Schwyzer Auto- und Motorradbesitzer ab 2011 um 15 Prozent aufschlagen. «Wird darauf verzichtet, muss eine grössere und deutliche zeitliche Staffelung der Grossprojekte in Erwägung gezogen werden», schreibt die Regierung. Und Baudirektor Lorenz Bösch sagt: «Den Fünfer und das Weggli gibt es nicht.» Zudem: Im Hinblick auf spätere Generationen sollte die Strassenbauschuld bis 2023 wieder auf etwa 65 Millionen Franken gesenkt werden.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.