Streit zwischen den Bistümern eskaliert

Der Churer Bischof will Kinder vom Sexualunterricht dispensieren. Das passt seinem Basler Kollegen überhaupt nicht.

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Das Kreuz bei der Kapelle Michaelskreuz. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Das Kreuz bei der Kapelle Michaelskreuz. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Das Bistum Chur und das Bistum Basel sind sich in die Haare geraten. Dabei geht es um den Sexualkundeunterricht in Schweizer Schulen. Der Basler Bischof Felix Gmür sieht keinen Grund, Kinder vom Unterricht abzumelden, sofern die Schule die verschiedenen Aspekte darlege. Damit wendet sich Gmür klar gegen Aussagen des Churer Bischofs Vitus Huonder. Dieser hatte Anfang letzter Woche in einem Hirtenbrief gefordert, dass Eltern ihre Kinder vom Sexualunterricht dispensieren können, wenn dieser nicht ihren katholischen Prinzipien entspreche.

Nun gibt Huonder indirekt zurück. Er sagt: «Es wäre schlechter Stil, die Aussagen des Bischofs Felix Gmür öffentlich zu kommentieren. Was andere Bischöfe tun, müssen sie selber verantworten.» Auf inhaltlicher Basis gebe es aber durchaus einiges klarzustellen. Denn bei der Frage um den Sexualunterricht an der Volksschule gehe es um weltkirchlich Gültiges, das er, Bischof Huonder, verteidige und für das er im Dienste des Glaubens einstehe.

Simone Hinnen

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