STROM: Nur in Zug und Obwalden sinken die Strompreise

In der Zentralschweiz entwickeln sich die Strompreise unterschiedlich: Während sie in Zug und Obwalden sinken, bleiben sie in Uri und Teilen von Schwyz stabil. In Nidwalden und Luzern müssen die Kunden hingegen mit höheren Auslagen rechnen.

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In Zug und Nidwalden sinken die Strompreise. (Bild Keystone)

In Zug und Nidwalden sinken die Strompreise. (Bild Keystone)

Der Preis für Strom setzt sich aus den Energiekosten, der Netznutzung und den durch die öffentliche Hand bestimmten Abgaben zusammen. Letztere steigen landesweit, weil der Bund die kostendeckende Einspeisevergütung für erneuerbare Energien (KEV) um 0,2 auf 1,2 Rappen erhöht.

Im Kanton Urirechnet das Elektrizitätswerk Altdorf (EWA) für seine Kunden mit stabilen oder leicht sinkenden Strompreisen, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Zum einen senkt das EWA per 1. Oktober 2015 die Energiepreise. Zum anderen blieben die Netznutzungskosten unverändert. Das Versorgungsgebiet des EWA umfasst den Kanton Uri sowie Teile des Kantons Schwyz.

In Nidwaldenhingegen müssen die Stromverbraucher ab 2016 mit rund vier Prozent höheren Preisen rechnen. Für einen durchschnittlichen 4-Zimmer-Haushalt würden die Jahreskosten für Strom von rund 793 auf 836 Franken steigen, teilte das kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) mit. Neben dem Anstieg der KEV-Vergütung habe eine Erhöhung des Netznutzungsentgeltes massgeblich zur Steigerung beigetragen.

In Zughingegen sinkt der Strompreis für Privat- und Gewerbekunden um durchschnittlich vier Prozent, obschon die Netztarife und Abgaben steigen würden, teilten die Wasserwerke Zug (WWZ) mit. Grund seien erneut tiefere Marktpreise sowie ein diversifiziertes Beschaffungsportfolio.

Das Elektrizitätswerk Obwalden(EWO) geht für 2016 unter dem Strich von einem Preisnachlass von durchschnittlich 3 Prozent aus. Darin miteingerechnet ist auch die Ausdehnung des günstigeren Nachttarifes um drei Stunden. Höhere Bundesabgaben würden die Preissenkung bei den Energiekosten relativieren, teilte das EWO mit. Die höheren Kosten für das Hochspannungsnetz trage das EWO selbst.

In der Stadt Luzern steigen die Kosten, die die Kunden für den Strom zu zahlen haben, trotz sinkenden Energie- und Netznutzungskosten leicht an, dies wegen den höheren Abgaben, wie ewl energie wasser luzern mitteilte. Gleiches gilt für die Privatkunden in dem Teil des Kantons Luzern, der von den Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) versorgt wird, wie das Unternehmen schon vor zwei Wochen mitgeteilt hatte.

sda/rem