Suspendierter Katechet zurück in Schule

Bis zum Sommer darf der Katechet, der mit seinen Schülern über Sex sprach, wieder unterrichten. Aber nicht mehr alleine.

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Der Schulrat der Gemeindeschule Ingenbohl-Brunnen und der Kirchenrat haben beschlossen, dass der Katechet, der vor rund sechs Wochen von der Schule suspendiert wurde, seine Unterrichtstätigkeit bis zu den Sommerferien wieder aufnehmen kann. Wie Xaver Schnüriger, Präsident des Kirchenrates, mitteilt, darf er dies aber nur in Begleitung einer anderen Lehrperson tun. «Bei diesem Entscheid handelt es sich um eine Übergangslösung», sagt Schnüriger, «ob der Katechet im kommenden Schuljahr wieder unterrichten darf, ist noch nicht klar.»

Der Katechet habe seinen Auftrag verfehlt, indem er mit den Primarschülern im Religionsunterricht über das Thema Sexualität diskutiert habe. In der Folge wurde der Katechet bis auf weiteres vom Unterricht in der Primarstufe suspendiert. Zwei zugezogene Sexualpädagogen haben sich der Klassen angenommen. Der Katechet habe nicht altersgerecht und nur teilweise von den Schülern provoziert über sexuelle Themen gesprochen, obwohl dies nie sein Auftrag war und im Lehrplan für den Religionsunterricht nicht vorgesehen ist.

Gemäss den Sexualpädagogen gibt es keine Hinweise, dass sexuelle Übergriffe stattgefunden haben. Es wurde festgestellt, dass teilweise ein schlecht strukturierter, ungenügend vorbereiteter und von Zufällen geleiteter Unterrichtsstil mit geringer Disziplin und Führung herrschte. Wie Schnüriger erklärt, sieht der Katechet ein, dass er in einigen Fällen wohl die Grenzen überschritten habe, und entschuldigt sich dafür. Er halte jedoch fest, dass er nie von sich aus, sondern nur durch Inputs der Kinder über Sexualität gesprochen habe.

Daniela Bellandi/Neue SZ