SWISSNESS: Marke Schweiz: Bund verärgert Produzenten

Der Bundesrat schiebt dem Missbrauch des Schweizer Kreuz den Riegel. Zentralschweizer Nahrungsmittelproduzenten freut es gar nicht.

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Ob die Willisauer Ringli von Hug weiterhin in Säcke mit einem Schweizer Wappen drauf verpackt werden können, ist noch ungewiss. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Ob die Willisauer Ringli von Hug weiterhin in Säcke mit einem Schweizer Wappen drauf verpackt werden können, ist noch ungewiss. (Archivbild Fabienne Arnet/Neue LZ)

Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf präsentierte am Mittwoch die Massnahmen, mit denen sie den Missbrauch der Marke Schweiz verhindern will. Das Wappen würde der Eidgenossenschaft vorenthalten bleiben.

Das Schwyzer Unternehmen Victorinox hofft, dass Unternehmen, die das Wappen seit Jahren benutzen, dies auch weiterhin tun können. Allerdings: Accessoires, die im nahen Osten hergestellt werden, dürften das Wappenlogo nicht mehr tragen.

Auch beim Luzerner Milchverarbeiter Emmi ist man über das vorgeschlagene «Swissness»-Gesetz nicht glücklich. Wenn künftig 80 Prozent des Gewichts der verarbeiteten Rohstoffe aus der Schweiz stammen müssten, könne Emmi gewisse Produkte nicht mehr produzieren.

Gar von einer «Katastrophe» spricht man bei Hug in Malters. Es sei falsch, sich auf die Herkunft der Rohstoffe zu konzentrieren, sagt Geschäftsführer Andreas Hug.

Corinne Schweizer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.