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TECHNIK: Zukunft: Zurück zu Realismus

Von früheren Visionen zum Individualverkehr ist nicht viel übrig geblieben. Doch könnte schon die nahe Zukunft Interessantes bringen.
Arno Renggli
Fliegendes Auto im Film «The Fifth Element» (1997). Trotz solcher Visionen bleiben wir wohl noch lange auf dem Boden. (Bild Cinetext)

Fliegendes Auto im Film «The Fifth Element» (1997). Trotz solcher Visionen bleiben wir wohl noch lange auf dem Boden. (Bild Cinetext)

Im Kinoknüller «Back To The Future II», gedreht 1989, begibt sich der von Michael J. Fox gespielte Held in die Zukunft, wo sich der Fortschritt unter anderem in fliegenden Autos zeigt. Diese Zukunft ist im Jahr 2015, das wir nun fast erreicht haben. Und wir wissen: Der Individualverkehr spielt sich immer noch am Boden ab. Und das wird wohl auch am Ende dieses Jahrhunderts noch so sein.

Benzin: Totgesagte leben länger

Tatsächlich haben sich viele Verkehrsvisionen als total unrealistisch erwiesen. Dazu gehören nicht nur die abenteuerlichen wie frei durch die Lüfte brausende Autos. Auch die längst prognostizierte und technisch mögliche Revolution punkto Treibstoff ist bisher ausgeblieben. Zwar gibt es immer bessere Fahrzeuge, die mit Strom oder mit Gas betrieben werden, den VW Golf etwa gibt es heute mit beidem. Aber die meisten von uns fahren weiterhin mit Benzin, von den total 4,3 Millionen Personenwagen in der Schweiz sind heute zum Beispiel erst 13 000 mit Gas unterwegs.

Da die Erdölvorräte offenbar doch nicht so rasch zu Ende gehen wie einst befürchtet, macht die Autoindustrie zwar emsig weiter in der Entwicklung von Benzinalternativen. Aber sie setzt ökonomische und ökologische Postulate primär mit verbrauchsärmeren Benzinmotoren um. Ob und wann sich andere Treibstoffe durchsetzen werden, hängt neben dem Komfort der Fahrzeuge (etwa Reichweite bei den Elektroautos) wohl auch vom politischen Willen ab. Etwa ob man, um Kohlendioxid-Reduktionen durchzusetzen, Benzin verteuern oder Alternativen subventionieren will.

Fahren, ohne zu fahren?

Was unsere Mobilität in näherer Zukunft am ehesten markant verändern wird, ist das, was man heute «autonomes Fahren» nennt. Darunter wird alles verstanden, was vom Fahren entlastet und letztlich auch den unfallfreien Verkehr ermöglich soll. Dies leisten etwa Tempo­maten oder abstandmessende Sensoren als Vorstufen heute schon.

Auch hier gibt es utopische Ideen: Der Schweizer Autovisionär Frank M. Rinderknecht arbeitet an Konzeptautos, die den «Fahrer» ohne manuelle Führung von A nach B bringen sollen. Die Steuerung würde unter anderem mit Technologie geschehen, wie sie heute schon für GPS eingesetzt wird. Dies wurde in Prototypen etwa von Mercedes schon erfolgreich getestet. Indes dürften Anpassungen von Infrastrukturen oder versicherungstechnische Fragen (etwa: Wer haftet bei einem Unfall?) noch sehr anspruchsvoll werden.

Selber parkierende Autos oder die automatische Steuerung in Staus könnten erste Schritte sein. Und bei grösseren Strecken oder höheren Tempi scheinen Ideen wie Strassenzüge, bei denen eine Anzahl Autos in gleichmässigen Abständen hinter einem Führungsfahrzeug herfahren, realisierbar.

So oder so: Auf absehbare Zeit werden wir wohl selber am Steuer sitzen bleiben. Zumal eine schöne Fahrt ohne Stress und Stau ja weiterhin auch Spass macht.

Das Familienauto: Was wichtig ist

Neuheitenare. Viele Menschen besitzen ein Auto, weil sie eine Familie haben. Ein zentrales Thema bleibt dabei die Sicherheit, in welche die Hersteller etwa auf der Basis von Crashtests viel investieren. Und dabei auch immer wieder auf neue Ideen kommen. Der Volvo V40 zum Beispiel hat einen Fussgänger-Airbag, der vor der Frontscheibe aufgeht.

Ein zweiter Aspekt ist der Platz. Und damit auch die Frage, wie flexibel man die Sitzreihen verändern oder ob man sie gar herausnehmen kann. In diesem Bereich hat etwa der Opel Zafira, in der Schweiz weiterhin der meistverkaufte Van, immer wieder gute Kritiken. Dies gilt auch für den Benzinverbrauch, was ebenfalls viele Autokäufer interessiert.

Das Auge fährt mit

Verschiedene Familienmodelle bieten auch 4×4. Subaru etwa gehört hier zu den starken Anbietern, aber auch den in der Schweiz beliebten Skoda Yeti gibt es in der 4×4-Version. Dieser hat im Übrigen auch seinen Look modernisiert, was ein weiteres Kriterium sein kann.

Denn die Zeiten, in denen Familienschüsseln zwangsläufig hässlich waren, sind vorbei. Hier mischen auch eher neue Marken wie Kia oder Hyundai dank deutschen Designern vorne mit. Und sind punkto Preis/Leistung ohnehin interessant.

Auch clevere Lösungen für den Kindersitz werden geschätzt. Der Toyota Avensis etwa gehört hier lobend erwähnt. Das Infotainment für die Rücksitze ist ein weiteres Thema. So kann man fast zu allen Modellen auch Bildschirme erhalten. Damit Ruhe herrscht auf den «billigen Plätzen».

Hinweis

Viele nützliche Informationen zu Familienautos, aber auch anderen Fahrzeugarten, findet man bei www.tcs.ch oder www.auto-schweiz.ch.

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