Temposünder werden noch härter angepackt

Seit 1. Januar gelten die neuen «Raser-Gesetze» des Bundes. Viele Kantone haben diese gleich nochmals verschärft.

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Raser werden seit diesem Jahr härter bestraft (gestellte Szene). (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Raser werden seit diesem Jahr härter bestraft (gestellte Szene). (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Via sicura» heisst das Massnahmepaket des Bundes, mit dem seit Anfang Jahr gegen Raser vorgegangen wird. Etliche Kantone gehen jetzt aber noch deutlich weiter. So haben beispielsweise Luzern, Nidwalden und Schwyz die Strafen für Temposünder drastisch erhöht – auch für solche, die nicht in die vom Bund definierte «Raser-Kategorie» fallen. Wer beispielsweise in einer Tempo-30-Zone mit 69 km/h erwischt wird, gilt gemäss «Via sicura» noch nicht als Raser.

Im Kanton Luzern muss diese Person neu aber mit einer Busse von 4400 Franken sowie einer Strafe von 180 Tagessätzen rechnen. Im Kanton Schwyz sind neu maximal 340 Tagessätze möglich, was schnell deutlich über 10'000 Franken kosten kann.

Noch im Januar wird die Konferenz der Schweizer Strafverfolgungsbehörden (KSBS) zudem Empfehlungen für eine massive Verschärfung der Strafpraxis an die Kantone abgeben.

Robert Knobel

Wer gilt als Raser?

Gemäss den neuen Bundesrichtlinien gilt als Raser, wer in einer Tempo-30-Zone 70 km/h fährt. Innerorts liegt die Grenze bei 100 km/h, ausserorts bei 140 km/h, auf Autobahnen bei 200 km/h. Der Lenker wird mit 1 bis 4 Jahren Freiheitsstrafe und 2-jährigem Führerausweisentzug bestraft. Wiederholungstäter müssen das Billett für immer abgeben.

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